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"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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22.05.2001 -
Potenza (dpa) - Danilo Hondo ist im Moment der Erik Zabel des Giro d`Italia. Auf der 3. Etappe wiederholte der 27-jährige Cottbuser am 22. Mai im Ziel nach 149 km in Potenza seinen Etappenerfolg vom Vortag und ließ wiederum staunende einheimische Sprinter-Prominenz zurück.
Mario Cipollini (Italien) zog zum zweiten Mal den Kürzeren gegen Hondo, durch Zabels Abwesenheit in Italien im Moment der Sprinter Nummer eins im Telekom-Team. «Super-Mario» kritisierte die schwierigen Etappenankünfte, die seinen Fähigkeiten nicht entgegenkommen.
Zuletzt wurde Hondo von Giovanni Lombardi (Italien) und Matthias Kessler (Nürnberg) vorbildlich unterstützt. Auf den letzten 200 Metern war dem Tempo des ehemaligen Bahnfahrers keiner mehr gewachsen. Der Belgier Rik Verbrugghe verteidigte trotz eines Sturzes auf der Strecke sein Rosa Trikot, das er seit dem Giro-Start am vergangenen Samstag trägt. Olympiasieger Jan Ullrich (Merdingen) hielt seinen Rückstand von zweieinhalb Minuten auf Verbrugghe.
«Es ist momentan unglaublich. Alle sind ein unheimlich schnelles Finale gefahren. Ich habe versucht, mich am Schluss an den Endrio Leoni zu hängen. Dann hat mir Lombardi noch geholfen. Die 200 Meter, die ich allein vorne im Wind fuhr, kamen mir vor, als hörten sie nie auf», sagte Hondo nach seinem zweiten Streich in Süditalien. Durch seine Zeitgutschrift als Tagessieger verbesserte sich Hondo auch im Gesamtklassement, aber das dürfte ihn nach der ersten Bergetappe, die am Mittwoch bevorsteht, nicht mehr interessieren.
Bei der schnellen Anfahrt ins wolkenverhangene Potenza in Süditalien hatte sich auch Ullrich an der Spitze des Feldes als Tempomacher gezeigt. Zu diesem Zeitpunkt war auf dem welligen Gelände mit Ivan Quaranta schon ein potenzieller Sprinter mit Siegaussichten abgehängt. Das Finale mit einer leichten Steigung ähnelte den Verhältnissen in Lucera, wo Hondo am Montag seinen ersten Giro- Etappensieg gefeiert hatte.
Den ersten großen Tag Hondos hatte die Telekom-Mannschaft am Abend des Vortages im Hotel im Wallfahrtsort San Giovanni Rotondo in bescheidenem Rahmen gefeiert. Auch Ullrich hatte sich ein Glas Rotwein gegönnt, aber um 22.30 Uhr war Zapfenstreich. Nach Hondos Etappenerfolg dürfte die Fete schon anders aussehen, zumal sich Hondo wie Zabel in der Tour auch das Trikot des Punktbesten sicherte. Die «Gazzetta dello Sport» wähnte den 27-jährigen Cottbuser, der als Jugendlicher viele Rennen zusammen mit Ullrich fuhr, schon im «Schatten von Erik Zabel».
Davon wollte Hondo, seit acht Wochen Vater einer Tochter, vor dem Start nichts wissen: «Ich wäre froh, ihm in seiner Super-Karriere einigermaßen zu folgen», sagte Hondo, für den in der nächsten Zeit bei Telekom Vertragsverhandlungen anstehen. Hondo will Telekom treu bleiben. Immerhin berichtete er aber auch von anderen Interessenten. Vor zwei Jahren hatte der Bahn-Weltmeister von 1994 aus der Saeco-Mannschaft Cipollinis ein konkretes Angebot erhalten.
Für die 169 km lange 4. Etappe auf den Montevergine am 23. Mai hat Ullrich, noch immer durch seine Bronchitis angeschlagen, einige Befürchtungen. «Da könnte ich einiges verlieren», prophezeite der Olympiasieger, der sich vorgenommen hat, auf der 17 km langen Schlusssteigung «nicht alles» zu geben. Zeitverluste interessieren Ullrich auf seinem Weg zur optimalen Tour-Form wenig.
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