Giro: UCI-Strafe war dem Team nicht hart genug

Katusha schickt Tsatevich wegen Windschattenfahrens nach Hause

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Alexey Tsatevich (Katusha) im Windschatten von Tobias Ludigsson (Gian-Alpecin) | Foto: Giro ESPN

16.05.2016  |  (rsn) - Er ist weder verletzt oder krank noch aus dem Zeitlimit gefallen - dennoch ist für Alexey Tsatevich (Katusha) der 99. Giro d`Italia am zweiten Ruhetag beendet. Sein Team nahm den Russen aufgrund "eines nicht akzeptablen Verhaltes während des Einzelzeitfahrens" am Sonntag aus dem Rennen. Dies teilte der russische Katusha-Rennstall am Abend mit.

Der Entschluss kommt überraschend, da Tsatevich wegen Windschattenfahrens bereits vom Radsportweltverband UCI zu einer Zeitstrafe von 6:40 Minuten belegt worden war und dazu noch 100 Schweizer Franken zahlen musste. Der Teamleitung war diese Strafe offensichtlich nicht hart genug.

"Er hat klare Regeln gebrochen, zudem war es ein wenig respektvolles Verhalten gegenüber seinem Kontrahenten, der ihn eingeholt hat. Sein Verhalten wirkt sich negativ auf das Image des Radsports und vor allem unseres Teams aus", begründete Sportdirektor Dimitri Konyshev die unübliche Sanktion gegen den eigenen Fahrer.

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