Zitat der Woche:
"Wir werden noch weiter um den Fortbestand des Teams kämpfen."
(Hans-Michael Holzcer, der noch keinen neuen Sponsor für sein Team gefunden hat)
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23.05.2001 -
Montevergine (dpa) - Jan Ullrich behielt Recht und verlor bei der ersten von drei Giro-Bergankünften viel Zeit auf die Besten. Im 1270 Meter hoch gelegenen Ziel auf dem Montevergine trennten den Olympiasieger im Ziel der 4. Etappe nach 169 Km über sieben Minuten vom diesmal besten Kletterer Danilo di Luca (Italien).
Das Rosa Trikot wechselte nach fünf Tagen vom Belgier Rik Verbrugghe zum Italiener Dario Frigo, der trotz eines Sturzes zeitgleich mit dem Tagessieger an der Spitze einer etwa 20 Fahrer starken ersten Gruppe ins Ziel kam. Verbrugghe musste den Tribut für die Anstrengungenen der vorangegangenen Tage zahlen und verlor zweieinhalb Minuten.
Ullrich, immer noch durch eine ausklingende Bronchitis behindert, hatte angekündigt, nicht an seine derzeitigen Grenzen zu gehen. Auch Marco Pantani ist offensichtlich noch nicht so weit, auch wenn der Italiener andere Perspektiven als Ullrich hat. Auf dem 17,1 Km langen Schlussanstieg konnte sich der Glatzkopf bei starkem Regen nicht in Szene setzen wie noch auf der ersten Etappe und verlor 30 Sekunden auf di Luca. Sechs Kilometer vor dem Ziel hatte sich durch eine Tempoverschärfung die Gruppe der stärksten 20 Fahrer gebildet, die den Sieg unter sich ausmachten.
«Meine Topform will ich in der letzten Woche haben, wenn der Giro entschieden wird», sagte Pantani, der beim Giro von fünf Bodyguards begleitet wird, und der für die Tour de France bekanntlich die Rote Karte der Veranstalter erhielt. Ullrich wartet auf Genesung und steigende Form, um in der übernächsten Woche an einen ersten ernsthaften Tour-Test denken zu können. «Es war ja klar, dass ich heute nicht vorne mit fahre. Ich habe es ganz ruhig angehen lassen», lautete einmal mehr Ullrichs Analyse. Der Telekom-Kapitän erreichte das Ziel mit seinen Team-Kollegen Kai Hundertmarck (Kelsterbach) und Giuseppe Guerini (Italien).
Der Held der vergangenen beiden Tage, Danilo Hondo, stand wegen des Streckenprofils erwartungsgemäß diesmal nicht in Mittelpunkt. Der 27-jährige Cottbuser eifert Erik Zabel beim Giro nicht nur in Bezug auf Etappensiege vom Fließband nach. Zum ersten Mal im Trikot des Punktbesten unterwegs, konzentrierte sich der zweifache Tagessieger auch auf die Zwischensprints. In Eboli baute Hondo im lilafarbenen Trikot mit einem zweiten Platz seine Führung in der Punktwertung, die Zabel bei der Tour de France fünf Mal in Folge gewann, aus.
Die 5. Etappe führt am 24. Mai von Avellino über 229 Km nach Nettuno und bietet den Sprintern wieder Gelegenheit, zu glänzen.
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