Vuelta: Österreicher wird Sechster auf Hügeletappe

Haller: "Leider führten die letzten 3 Kilometer nicht bergab"


Erschöpft im Ziel der 5. Vuelta Etappe: Marco Haller (Katusha-Alpecin) | Foto: Cor Vos

24.08.2017  |  (rsn) - Mit drei Bergen der 2. Kategorie und zwei der 3. Kategorie - inkl. der bis zu 20 Prozent steilen Schlusssteigung war die 5. Vuelta-Etappe wahrlich keine leichte Angelegenheit. Dennoch wagten sich mit dem Österreicher Marco Haller (Katusha-Alpecin) und dem Allgäuer Michael Schwarzmann (Bora-hansgrohe) auch zwei deutschsprachige Fahrer, deren Stärken eher im Sprint liegen, in die große, 17 Fahrer umfassende Spitzengruppe.

Und während Schwarzmann schon im Etappenverlauf der Streckenführung seinen Tribut zollen musste und zurückfiel, prägte Haller das Geschehen sogar maßgeblich und lag bis drei Kilometer vor dem Ziel an der Spitze des Rennens.

Denn der Österreicher hatte sich gut 30 Kilometer vor Schluss aus der großen Spitzengruppe mit einer Attacke nach vorne verabschiedet und bekam kurz darauf Gesellschaft vom späteren Etappensieger Alexey Lutsenko (Astana). Zunächst hielt sich der Mann von Katusha-Alpecin bei der Führungsarbeit zurück, um sich dann auf den letzten Kilometern doch mit dem Kasachen abzuwechseln.

So ging das Duo mit einem Vorsprung von 45 Sekunden in die drei Kilometer lange, aber bis zu 20 Prozent steile Schlusssteigung hinauf nach Alcossebre. Im Anstieg hatte Haller schließlich keine Chance gegen Lutsenko und wurde auf ungeliebtem Terrain noch bis auf Rang sechs durchgereicht. "Schade, dass die letzten drei Kilometer nicht bergauf führten", twitterte Haller nach dem Rennen.

Bessere Chancen auf einen Etappensieg hätte sicher Hallers Landsmann Patrick Konrad gehabt, der eigentlich an der Stelle von Bora-Teamkollege Schwarzmann in die Gruppe des Tages gehen sollte. "Eigentlich sollte ich Patrick am Beginn unterstützen, um ihn in die Gruppe zu bekommen", verriet Schwarzmann. Doch es kam letztlich anders. "Dann war ich aber plötzlich vorne dabei, das war nicht ganz so geplant, aber wenn man einmal vorne ist, dann will man natürlich auch möglichst lange dranbleiben", so der Allgäuer, der am vorletzten Berg von seinen Fluchtkollegen distanziert wurde.

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