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Hinter Scaroni hatte Skuijns das Ziel solo auf Platz vier erreicht. Romeo gewann den Spurt um Rang fünf, Herzog kam als Siebter rein. Ich verabschiedete mich vom EM-Rennen der Männer. Den ausführlichen Bericht dazu und das Ergebnis gibt es auf www.radsport-news.com.
Jetzt jubelt Evenepoel lautstark - sie haben die Zielbilder ausgewertet und erkannt, dass der Belgier, der mit der deutlich höheren Endgeschwindigkeit ankam, doch noch als erster über den Strich gerollt war.
Scaroni erreicht das Ziel auf dem Bronzerang. Es sieht so aus, als sei Evenepoel Europameister. Denn der Belgier steht bei den Journalisten, Ciccone ist allein weggefahren.
In der letzten Rechtskurve geht Ciccone innen vorbei und eröffnet den Sprint. Er kann sich vielleicht ins Ziel retten, aber das war sehr knapp! Keiner hat gejubelt.
Letzter Kilometer - Ciccone heftet sich ans Rad seines Begleiters. Er lässt ein kleines Sprinterloch.
Evenepoel diskutiert jetzt mit jemanden im italienischen Begleitwagen. Und Ciccone fährt tatsächlich kurz am Belgier vorbei Klar, eine Minute Vorsprung zu Scaroni - das ist etwas anderes, als wenn es 20 Sekunden wären.
Evenepoel hat eben viel geschimpft, weil Ciccone nicht mithilft. Aber jetzt scheint geklärt zu sein, dass dies mittlerweile taktisch bedingt ist. Eine Minute Vorsprung hat das Spitzenduo. Gold und Silber sind längst weg - aber wer wird Europameister?
Scaroni fährt dennoch recht sicher auf Bronze. Denn sein Vorsprung beträgt 5500 Meter vor dem Ziel noch immer 20 Sekunden. Und die Verfolger werden sich kaum die ganze Zeit einig sein.
Mittlerweile haben sie Ciccone wohl in Kenntnis davon gesetzt, dass Scaroni als Entschuldigung dienen kann, nicht anzugreifen. Denn dass der Landsmann die jetzt wieder 44 Sekunden zufährt, ist gegen Evenepoel ausgeschlossen. Und hinter dem Italiener haben Debruyne und Van Gils attackiert, die den Solisten bald einholen könnten.
39 Sekunden Rückstand für Scaroni. Doch dessen Landsmann fährt vorn wieder mit. Sie sollten ihn mal informieren, dass da jemand von hinten kommt.
Jetzt geht Ciccone nach langer Zeit mal wieder in die Führung. Das ist total unverständlich. Denn nach Scaronis Angriff kann er ja mit Fug und Recht sagen, dass er nicht mehr mitführen darf.
Ciccone muss leiden, das ist deutlich zu erkennen. Aber der Italiener bleibt dran. Evenepoel schaut sich nicht um. Aber inneerlich wird er kochen. Hinten hat Scaroni angegriffen und kann Rondel direkt abschütteln.
Die Gruppe um Herzog und Roglic ist auf 1:10 Minuten zurückgefallen. Rondel und Scaroni liegen 50 Sekunden zurück.
Jetzt hat sich Rondel gelöst, aber Scaroni ist an seinem Hinterrad. Es geht zum letzten Mal den Berg hinauf.
Da sie hinten nicht konstant nachführen, ist der Vorsprung des italienisch-belgischen Duos auf 45 Sekunden angewachsen. Das erinnert mich an die EM, die Sonny Colbrelli (Italien) gegen Evenepoel gewann. Auch damals hielt sich der Italiener bei der Führungsarbeit zurück und gewann letztlich den Zweiersprint, was Evenepoel maßlos ärgerte. Aber Colbrelli war auch deutlich sprintstärker als Ciccone.
Aus italienischer Sicht ist die Anwesenheit von Cristian Scaroni interessant. Er ist stark am Berg und recht endschnell. Und er kann sich schonen, weil die beiden Belgier die Konzterangriffe neutralisieren - vielleicht springt für ihn am Ende Bronze heraus.
Mathis Rondel und Leo Bisiaux sind für Frankreich noch dabei. Ivan Romeo für Spanien. Und dann ist noch Toms Skuijns (Lettland) dort.
Mehr als 30 Sekunden Vorsprung für Ciccone und Evenepoel. Das wird kaum noch zuzufahren sein. Brenner ist allerdings nicht mehr bei den Verfolgern, nur Herzog vertritt dort den BDR.
14 Sekunden Vorsprung für das Duo. Hinten wird immer wieder angegriffen, aber da können Maxim Van Gils und Ramses Debruyne jeweils als Bremsklötze fungieren. Jetzt geht Ciccone doch mit durch die Führung. Das Duo geht auf die letzte Runde.
In der Verfolgergruppe sind sie sich nicht einig, und das hat zur Folge, dass sich Ciccone und Evenepoel weiter absetzen konnten. Nach wie vor führt Ciccone nicht mit. Emil Herzog und Marco Brenner sind in der Verfolgergruppe noch dabei.
Evenepoel erhält von Ciccone kaum oder keine Unterstützung. Hinten reagieren die Slowenen und machen Tempo. Roglic ist noch dabei bei den Verfolgern.
Korrektur: Es war Ciccone, nicht Omrzel, der vorhin zeitgleich mit Evenepoel angegriffen hatte.
Evenepoel probiert es in einem Flachstück, Ciccone wurde bereits wieder gestellt und fährt jetzt als erste hinter dem Topfavoriten her. Sie haben zu zweit einen kleinen Vorsprung.
Evenepoel war schnell wieder auf dem Rad und wurde von einem Helfer - sicher Van Gils - wieder zurück in die erste Gruppe hinter Ciccone gebracht.
Jakob Omrzel (Slowenien) griff kurz vor der Kuppe an, fast gleichzeitig hatte Evenepoel beschleunigt. Er kam allein oben an, dann stürzte Evenepoel in einer Kurve, Giulio Ciccone (Italien) war am nächsten dran am Zweitfahrweltmeister und befindet sich nun allein vorn.
Jan Christen probiert es noch einmal. Doch Maxim Van Gils (Belgien) lässt ihn nicht wegfahren. Tratnik fällt aus der Hauptgruppe heraus. Das war denn vorhin zu schnell. Roglic ist noch dabei.
Tratnik ist so schnell, dass er sich vom Rest löst. Primoz Roglic ließ ein Loch aufgehen. Belgien versucht, die Lücke zu schließen. Das gelingt auch. Am Ende der großen Gruppe hat Maximilian Schachmann nicht mehr mithalten.
Jan Tratnik übernimmt für Slowenien die Spitze des Rennens. Es geht wieder den Berg hinauf.
Ilan Van Wilder (Belgien) hat in der Anfahrt zum Berg Probleme. Damit fehlt ein Evenepoel-Helfer. Und eigentlich ist Van Wilder sehr stark am Berg. Die Belgier nehmen nun auch raus, Frankreich zeigt sich an der Spitze.
Die zweitletzte der 22-Kilometer-Runden hat begonnen. Gibt es gleich die erste vorentscheidende Attacke? Auf beiden Runden muss der 2,1 Kilometer lange Anstieg bewältigt werden.
Jetzt wird Sivakov wieder eingeholt. Der belgische Zug führt die vielleicht noch 50 Mann umfassende Hauptgruppe an.
Ramses Debruyne (Belgien) macht derzeit das Tempo. Sivakov hat 15 Sekunden Vorsprung. Pedersens Gruppe hat weiterhin 40 Sekunden Rückstand. Eben wurde Anton Charmig (Dänemark) abgehängt, er soll wohl dabei helfen, den Kapitän zurückzubringen.
Mezgec, der heute in der frühen Gruppe war, hat das Rennen aufgegeben und damit seine Karriere in seiner Heimat beendet.
Angriff von Pavel Sivakov. Der Fahrer des französischen Aufgebots kann sich leicht absetzen. Er hat aber auch einen weiten Weg vor sich. Solo wird das kaum klappen, zumal es im Peloton noch zahlreiche Helfer hat, die das Tempo hoch halten können. Pedersens Gruppe hat derweil schon 40 Sekunden Rückstand.
Die Pedersen-Gruppe hat eine kleine Lücke, aber die Helfer des Ex-Weltmeister dürften den Kontakt gleich noch einmal herstellen. Dann muss Pedersen hoffen, dass die Beine bei den zwei noch ausstehenden Passagen des Anstiegs mit einer durchschnittlichen Steigung von 10,3 Prozent besser werden. Was sicher kein Selbstläufer ist.
Mads Pedersen (Dänemark) hat nicht seinen besten Tag, er wird abgehängt. Einige Teamkollegen bleiben bei ihm. Belgien übernimmt wieder das Zepter in der Hauptgruppe.
Italien aber auch - für diese Mannschaft übernimmt jetzt Marco Frigo die Tempoarbeit. Es geht zum dritten Mal den Berg hinauf.
Die Straße wird in der Anfahrt zu dem 10,3 Prozent steilen Anstiegs mächtig schmal. Das macht die Positionierung umso schwieriger. Belgien hat derzeit alles im Griff, was das angeht.
Die zweite von fünf Runden wird gerade beendet. Schätzungsweise 100 Fahrer sind noch beisammen. Das Finale ist reichlich kurvig. Mal schauen, wie viele nachher im Finale zusammen ankommen.
Einer der besten deutschen Rennfahrer der vergangenen Jahre ist nicht nur hier nicht dabei, er wird nie wieder im Rennsattel sitzen: Max Walscheid beendete beim Münsterland-Giro seine Karriere.
Fabio Christen (Schweiz) wagte dann einen Solo-Vorstoß, der Italiener Giulio Pellizzari setzte nach. Doch beide wurden bald wieder eingesammelt. Weiterhin bestimmt Belgien das Tempo.
Auf dem flachen Abschnitt vor dem Rundkurs um Sencur setzte sich ein Sextett ab, zu dem unter anderem der Schweizer Fabian Weiss, der Tscheche Josef Cerny und der Slowene Luka Mezgec gehörten. Unter dem Tempodiktat der belgischen Mannschaft wuchs der Vorsprung aber nie auf mehr als 1:30 Minuten an. Bereits bei der ersten Auffahrt zum Mozjanca-Anstieg zerfiel die Gruppe, und es blieben lediglich Tiago Antunes (Portugal), Jochem Kerckhaert (Niederlande) und Weiss übrig. Nach der zweiten Passage des 2,1 Kilometer langen Bergs war es dann auch um dieses Trio geschehen.
75 Kilometer sind noch zu fahren. Ein geschlossenes, aber bereits dezimiertes Feld jagt dem Ziel entgegen. Doch es dürfte bald die nächsten Attacken geben - wir hatten heute schon einige davon.
Herzlich willkommen zum Straßenrennen der Männer bei der Rad-EM 2026 in Slowenien!
Heute geht es um Gold für die großen Stars der Szene, angeführt vom belgischen Olympiasieger Remco Evenepoel, Ex-Weltmeister Mads Pedersen (Dänemark) und Sloweniens Lokalmatador Primoz Roglic. Der Kurs mit seinen Schlussrunden verspricht viel Spannung und wir sind hier im Liveticker ab 15:25 Uhr dabei!