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08.02.2018 | (rsn) - Nach zwei enttäuschenden Ergebnissen zum Auftakt der Dubai Tour war Marcel Kittel am dritten Tag dort, wo die Musik spielte. Der Titelverteidiger belegte nach 182 Kilometern vom Skydive Dubai nach Fujairah den dritten Platz und musste sich in einer sehr knappen Entscheidung nur Mark Cavendish (Dimension Data) und Nacer Bouhanni (Cofidis) geschlagen geben.
Und auch, wenn er auf dem Schlusskilometer nicht an optimaler Position platziert war, lobte Kittel die Vorstellung seines neuen Teams sehr. "Ich denke, heute das war der beste Lead-Out der bisherigen Tour, ich persönlich bin damit sehr zufrieden und wir sind auf einem sehr, sehr guten Weg“, sagte der 29-Jährige Im Video-Interview unmittelbar nach der Zielankunft.
Kurz zuvor war Kittel auf der breiten Zielpassage zwar noch mächtig aufgekommen, doch letztlich reichte es auch deshalb nicht zum ersten Saisonsieg, weil er auf den letzten Metern kurzzeitig nochmals eingebaut war und dann etwas zu spät erst freie Bahn hatte. "Am Ende konnte ich zeigen, wie schnell ich bin, ich war etwas spät, aber ganz nah dran am Sieg, jeder im Team war super motiviert, hat einen super guten Job gemacht - darauf können wir stolz sein“, betonte der Rekordsieger der Dubai Tour dennoch die positiven Aspekte der Etappe, die tatsächlich bis auf die letzten 1.000 Meter ganz nach Wunsch des Katusha-Alpecin-Teams verlief, wie Sportdirektor Torsten Schmidt erklärte.
"Wir wollten Kittel und seine Anfahrer aus allem Trouble raushalten“, erklärte Schmidt, weshalb der Katusha-Zug bereits früh die Initiative ergriffen hatte. "Dafür haben wir fantastische Jungs. Kuznezow, Mathis und Dowsett sind großartige Rouleure, die den Speed hoch halten können. Das war unser Plan und der ist zu 99 Prozent aufgegangen“, fügte er an
Das letzte fehlende Prozent war wohl dafür verantwortlich, dass es für Kittel nicht zum ersten Platz reichte - was den Erfurter aber nicht weiter bekümmerte. "Es mag nicht der Sieg gewesen sein, aber es ist der dritte Platz und das ist ein sehr großer Schritt vorwärts, jetzt haben wir morgen eine Etappe und am letzten Tag nochmal eine Flachetappe mit einem Sprint, und wir freuen uns drauf“, richtete er seinen Blick bereits auf den Samstag, an dem ein weiterer Massensprint erwartet werden darf. Aber selbst am morgigen Freitag dürfte der neue Katusha-Star am Hatta Dam nicht chancenlos sein. 2016 belegte er an dem nur einen Kilometer langen, aber bis zu 17 Prozent steilen Schlussanstieg den sechsten Platz.
Das Hauptaugenmerk ist allerdings auf die 5. Etappe gerichtet, bei der wieder Teamwork gefragt sein wird. "Ich beende das Rennen mit einem guten Gefühl, wie jeder im Team, und das ist sehr wichtig für die Atmosphäre. Wir konzentrieren uns darauf, den Sprintzug weiterzuentwickeln“, schloss Kittel am Donnerstag in Fujairah.
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