Geschke fährt sensationell aufs Podium

Vlasov gewinnt Bergzeitfahren und damit die Romandie-Rundfahrt

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Das Podium der 75. Tour de Romandie, in der Mitte Gesamtsieger Aleksandr Vlasov (Bora – hansgrohe). | Foto: Cor Vos

01.05.2022  |  (rsn) – Der 26-Jährige Aleksandr Vlasov (Bora – hansgrohe) ist der große Sieger der 75. Tour de Romandie. Der Kapitän der Raublinger Mannschaft sorgte im 15,8 Kilometer langen Bergzeitfahren für die Bestzeit des Tages, gewann mit einem Vorsprung von 31 Sekunden vor Simon Geschke (Cofidis) die Tageswertung und sicherte sich gleichzeitig den Gesamterfolg bei der sechstägigen Rundfahrt in der Westschweiz.

Damit sicherte Vlasov seinem neuen Team den insgesamt fünften Gesamtsieg bei einer WorldTour-Rundfahrt. Für die vorausgegangenen vier sorgten Felix Großschartner (Türkei 2019), Maximilian Schachmann (Paris-Nizza 2020, 2021) und Sergio Higuita (Katalonien 2022) - alle drei waren in der Romandie ebenfalls mit dabei und stellten sich in den Dienst ihres russischen Mannschaftskollegen.

"Mein Ziel heute war es, die Gesamtwertung zu gewinnen. Ich habe mein Bestes gegeben und bin deshalb sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Gestern war ein guter Tag mit meinem zweiten Platz, und es war eine gute Vorbereitung für heute", sagte Vlasov, der auf der Königsetappe gemeinsam mit Higuita für einen Bora-Doppelerfolg gesorgt hatte.

Für die Sensation des Tages sorgte Simon Geschke (Cofidis), der sich mit der zweitbesten Zeit vom neunten auf den dritten Platz der Gesamtwertung nach vorne kämpfen konnte. Am Ende fehlten dem Freiburger nur fünf Sekunden auf Lokalmatador Gino Mäder (Bahrain – Victorious), der sich als Tagesdritter noch auf Rang zwei verbesserte.

Dagegen kam der Gesamtführende Rohan Dennis (Jumbo - Visma) mit einem Rückstand von 2:12 Minuten nicht über Rang 22 hinaus und fiel noch den achten Platz der Schlusswertung zurück.

So lief das Rennen:

Für die erste Richtzeit des Tages sorgte der Australier Harry Zweent (LTS), dessen Bestmarke lange hielt, von den Topfahrern aber noch deutlich überboten wurde. Im frühen Teil des Rennens sah man mehrere Versuche, das Bergzeitfahren zu bestreiten. So gab es Athleten, die von Beginn an auf dem Bergrad saßen, aber auch Fahrer, die am Zeitfahrrad den kompletten Anstieg erklommen. Am Ende war eine Kombination am schnellsten, inklusive dem Wechsel vom Zeitfahr- auf das Bergrad, was fast alle Favoriten so machten.

Sweeny wurde dann von Marco Brenner (DSM) abgelöst, der aber nur kurz auf dem Hot Seat blieb, bis der Spanische Zeitfahrmeister Ion Izagirre (Cofidis) eine neue Bestmarke auf den knapp 16 Kilometern hinlegte. Für die nächste Verbesserung sorgte Rein Taaramae (Intermarché – Wanty – Gobert).

Der Este blieb in Führung, bis sich das Trio Damiano Caruso (Bahrain – Victorious), Steven Kruijswijk (Jumbo – Visma) und Thibaut Pinot (Groupama – FDJ) einen wahren Sekundenkampf lieferten, den der Italiener knapp für sich entscheiden konnte. Im Tagesklassement reichte das zum vierten Rang.

Danach sorgte Geschke für Furore, der am Ende nur mehr von Vlasov abgefangen wurde. Der Deutsche erzielte die zweitbeste Zeit des Tages und landete somit nicht nur auf Tages- sondern auch auf dem Gesamtpodium.

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