Waerenskjold sprintet zum Überraschungssieg

Omloop Het Nieuwsblad im Rückblick: Die letzten zehn Jahre

Von Christoph Adamietz

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Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility, li.) gewann im vergangenen Jahr den 80. Omloop Nieuwsblad. | Foto: Cor Vos

25.02.2026  |  (rsn) - Der Omloop Het Nieuwsblad läutet traditionell die belgische Klassikersaison ein und ist ein erster echter Formtest auf dem Kopfsteinpflaster. Lange Zeit als Rennen der Kategorie 1.HC ausgetragen, wurde der Omloop 2017 in den WorldTour-Kalender aufgenommen.

Wir blicken in unserer Übersicht auf die vergangenen zehn Austragungen zurück.

Omloop Het Nieuwsblad 2016: Greg Van Avermaet

Nach einem dritten Platz im Jahr 2014 gelang Grag Van Avermaet (BMC) nun der erste Omloop-Sieg. Der Belgier setzte sich beim Heimspiel nach 201 Kilometern rund um Gent im Sprint einer fünfköpfigen Spitzengruppe vor Peter Sagan (Tinkoff) und Tiesj Benoot (Lotto Soudal) durch. 

Van Avermaet & Co. schüttelten bereits knapp 60 Kilometer vor dem Ziel am Taaienberg die Konkurrenz abg und sammelten danach die Ausreißer des Tages ein, nur der Franzose Alexis Gougeard (AG2R) konnte bis zum Schluss mithalten und Rang fünf einfahren.

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Omloop Het Nieuwsblad 2017: Greg Van Avermaet

Wie zuvor bereits Ian Stannard, so gelang auch Van Avermaet die Titelverteidigung beim mittlerweile zur WorldTour zählenden Klassiker. Der BMC-Kapitän ließ in einem Dreiersprint nach 198 Kilometern in Gent wie im Vorjahr Peter Sagan (Bora - hansgrohe) hinter sich. Das Podium komplettierte sein Landsmann Sep Vanmarcke (Cannondale - Drapac). 

Das Finale wurde bereits 65 Kilometer vor dem Ziel eingeläutet, als sich bei seinem Sturz in der Anfahrt zum Taaienberg dasFeld teilte. Sagan attackierte schließlich in der Anfahrt zum Wolvenberg 50 Kilometer vor dem Ziel, wodurch sich die kleine Spitzengruppe bildete, die den Sieg unter sich ausmachte.

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Omloop Het Nieuwsblad 2018: Michael Valgren

Als erster Däne konnte sich Michael Valgren (Astana) den Sieg beim Omloop sichern. Nach 196 Kilometern von Gent nach Meerbeke, das neuer Zielort war, erreichte er als Solist das Ziel. Das mit rund 50 Fahrern noch sehr große Feld passierte zwölf Sekunden dahinter den Zielstrich und wurde vom Polen Lukasz Wisniowski (Sky) angeführt. Vanmarcke wurde wie im Vorjahr Dritter. Als bester Deutscher landete Marcus Burghard (Bora - hansgrohe) auf Platz zehn. 

Bei strahlendem Sonnenschein attackierte Valgren zwei Kilometer vor dem Ziel aus der zwölfköpfigen Kopfgruppe heraus und brachte einen kleinen Vorsprung ins Ziel, wogegen seine Begleiter noch vom Feld gestellt wurden.

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Omloop Het Nieuwsblad 2019: Zdenek Stybar

Der dänischen Premiere folgte nun die tschechische. Zdenek Stybar setzte sich nach 200 Kilometern zwischen Gent und Ninove als Solist durch und beendete damit die mehrjährige Durststrecke von Quick-Step beim ersten Klassiker des Jahres. Neun Sekunden dahinter führte Greg Van Avermaet (CCC), dessen Attacken zuvor alle pariert worden waren, vor Tim Wellens (Lotto Soudal) die ersten Verfolger ins Ziel. 

Stybar hatte zwei Kilometer vor dem Ziel aus der fünfköpfigen Spitzengruppe heraus angegriffen und profitierte von der Uneinigkeit seiner einstigen Begleiter, um sich den entscheidenden Vorsprung herauszufahren.

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Omloop Het Nieuwsblad 2020: Jasper Stuyven

Zum Jubiläum feierten die Belgier einen Doppelsieg Nach 200 Kilometern von Gent nach Ninove entschied Jasper Stuyven (Trek - Segafredo) den Zweiersprint vor Yves Lampaert (Deceuninck - Quick-Step) für sich. Mit sechs Sekunden Rückstand überquerte der Däne Sören Kragh Andersen (Sunweb) als Dritter den Zielstrich. 

Den Grundstein zum Sieg hatte Stuyven mit seiner Attacke an der Mauer von Geraardsbergen 18 Kilometer vor dem Ziel gelegt. Dort konnten ihm nur Lampaert und Kragh Andersen folgen. Im finalen Sprint war der Trek-Kapitän ebenfalls der Stärkste.

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Omloop Het Nieuwsblad 2021: Davide Ballerini

Erstmals seit langer Zeit wurde der Omloop in einem Massensprint entschieden. Von den knapp 50 Fahrern der ersten Gruppe war nach 200 Kilometern zwischen Gent und Ninove der Italiener Davide Ballerini (Deceuninck - Quick-Step) der Stärkste. Er verwies Jake Stewart (Groupama - FDJ) und Sep Vanmarcke (Israel Start-Up Nation) auf die Plätze zwei und drei. Als bester Deutscher belegte Nils Politt (Bora - hansgrohe) Rang zehn. 

Quick-Step hatte sich das ganze Rennen über sehr aktiv präsentiert. Als die Attacke von Julian Alaphilippe kurz vor der Mauer von Geraardsbergen neutralisiert worden war, konzentrierte sich die Heim-Mannschaft auf den Sprint und hielt das Feld zusammen, so dass Ballerini den größten Erfolg seiner Karriere feiern konnte.

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Omloop Het Nieuwsblad 2022: Wout Van Aert

Wout Van Aert (Jumbo - Visma) errang gleich bei seiner Saisonpremiere den Sieg. Nach 204 Kilometern zwischen Gent und Ninove setzte sich Van Aert  als Solist mit 22 Sekunden auf die erste Verfolgergruppe durch. Diese wurde von Sonny Colbrelli (Bahrain Victorious) anfgeführt. Der Italiener sicherte sich den zweiten Platz vor  Greg Van Avermaet (AG2R Citroen).

Seine entscheidende Attacke setzte Van Aert 13 Kilometer vor dem Ziel am Bosberg, dem letzten Anstieg des Tages und fuhr danach einen souveränen Solosieg ein.

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Omloop Het Nieuwsblad 2023: Dylan van Baarle

Auch im Jahr 2023 dominierte Jumbo - Visma, diesmal allerdings in Person von Dylan van Baarle, der ebenfalls als Solist triumphierte. Mit 20 Sekunden Rückstand sicherte sich Arnaud De Lie (Lotto Dstny) aus der Verfolgergruppe heraus Rang zwei vor van Baarles Teamkollegen Christophe Laporte. Bester Deutscher war Nils Politt (Bora - hansgrohe), der als Siebter die Ziellinie überquerte

Die Vorentscheidung im 207 Kilometer langen Rennen zwischen Gent und Ninove fiel bereits 38 Kilometer als van Baarle zur Attacke blies und anschließend die Konkurrenz auf Distanz halten konnte.

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Omloop Het Nieuwsblad 2024: Jan Tratnik

Viel fehlte Nils Politt (UAE - Team Emirates) nicht zum ersten Klassikersieg seiner Karriere. Der Kölner musste sich nach 202,2 Kilometern von Gent nach Ninove nur seinem Ausreißerkollegen Jan Tratnik (Visma - Lease a Bike) geschlagen geben. Den Sprint des Feldes gewann acht Sekunden später Tratniks Teamkollege Wout Van Aert, der damit Dritter wurde.

Politt und Tratnik hatten sich sieben Kilometer vor dem Ziel aus dem zu diesem Zeitpunkt wieder größer gewordenen Feld gelöst und sich vor allem dank Politts Tempoarbeit ins Ziel gerettet. Tratnik dagegen sparte seine Kräfte, da er Van Aert in der Verfolgergruppe wusste.

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Omloop Het Nieuwsblad 2025: Sören Waerenskjold

Im Gegensatz zu vielen der vorangegangenen Austragungen endete der Kopfsteinpflasterklassiker bei seiner 80. Austragung im Sprint einer großen Gruppe. Dabei hatte überraschend Sören Waerenskjold (Uno-X Mobility) die Nase vorn. Der Norweger verwies nach 197 Kilometern zwischen Gent und Ninove den Franzosen Paul Magnier (Soudal - Quick-Step) und den Belgier Jasper Philipsen (Alpecin - Deceuninck) auf die weiteren Plätze.

Stefan Küng (Groupama - FDJ) hatte mit einer Attacke das Finale eingeläutet, der Schweizer wurde nach einer starken Vorstellung dann aber auf dem Schlusskilometer wieder gestellt.

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