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11.03.2026 | (rsn) – Tobias Lund Andresen (Decathlon - CMA CGM) hat seinen bereits dritten Sieg im Trikot seines neuen Teams gefeiert. Der Däne verwies auf der 3. Etappe von Tirreno-Adriatico (2.UWT) über 221 Kilometer von Cortona nach Magliano de Marsi mit perfektem Timing die beiden Belgier Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché) und Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) auf die Plätze.
Hinter Paul Magnier (Soudal – Quick-Step), Ivan Garcia Cortina (Movistar) und Sam Welsford (Ineos Grenadiers) blieb dem favorisierten Jonathan Milan (Lidl – Trek) nur Rang sieben. Der Italiener hatte nach guter Vorarbeit seines Teams zu früh seinen Sprint gestartet und musste auf den letzten Metern noch Andresen sowie fünf weitere Gegner passieren lassen.
“Das ist eines der größten Rennen des Jahres. Hier zu gewinnen, ist einfach fantastisch“, kommentierte der 23-jährige Andresen seinen bereits dritten WorldTour-Erfolg in diesem Jahr, nachdem er in Australien eine Etappe der Tour Down Under und das Cadel Evans Race gewonnen hatte. “Die Saison war bis jetzt unglaublich. Ich habe selbst nicht daran geglaubt, so einen Leistungssprung zu machen. Dieses Jahr gibt mir so viel und auch mein Team ist unglaublich stark.“
Der Decathlon-Sprinter hatte auf der Zielgeraden lange gewartet, ehe er von Milans Hinterrad aus antrat und auf den letzten Metern noch die aufkommenden De Lie und Philipsen auf Distanz halten konnte. “Mein Plan war es, einen langen Sprint zu fahren. Die Beine von allen waren sehr kalt, weil wir auch den letzten Teil der Etappe sehr gemütlich gefahren sind. Nicht jeder kann mit kalten Beinen einen so großen Topspeed erreichen. Ich wollte einfach als Erster im Ziel sein“, fügte er an.
Der geschlagene De Lie zog eine gemischte Bilanz des Tages. “Am Ende hat mir auf den letzten Metern wohl ein bisschen Energie gefehlt, um den Sieger noch richtig herauszufordern. Aber insgesamt bleibt es eine schöne Leistung“, sagte De Lie im Ziel. “Ehrlich gesagt, war der Tag über ziemlich langweilig. Mit dem Regen und weil das Tempo nicht besonders hoch war. Die Beine waren, sagen wir mal, etwas gebremst. Aber am Ende sind das eigentlich Bedingungen, die ich ganz gern mag. Und ich weiß, dass ich bei solchen Etappen meistens gute Beine habe.”
An der Spitze der Gesamtwertung gab es am Ende des längsten Tages, der weitgehend ereignislos verlaufen war, keine Veränderungen. Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) behauptete sein Blaues Trikot und baute seine Führung um eine auf nunmehr vier Sekunden gegenüber dem Italiener Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) aus. Auf Rang drei folgt mit 14 Sekunden Rückstand der US-Amerikaner Magnus Sheffield. Pellizzaris Teamkollege Primoz Roglic (+0:19) bleibt Fünfter.
Del Toro steht auch an der Spitze der Punkte- und der Nachwuchswertung. Der Spanier Diego Pablo Sevilla (Polti – VisitMalta) sicherte sich die einzige Bergwertung des Tages und übernahm so das Bergtrikot von Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech).
Allerdings hatte es Sevilla nur auf die einzige Bergwertung des Tages abgesehen. Nachdem er sich dort fünf Punkte gesichert und damit van der Poel das Bergtrikot abgenommen hatte, ließ sich der 30-Jährige wieder ins Feld zurückfallen, das nach rund 90 Kilometern vor dem Ziel wieder komplett war.
Danach plätscherte das Rennen bei regnerischen Bedingungen lange Zeit vor sich hin. Alpecin – Premier Tech kontrollierte das Geschehen. Weil die Profis hinter dem langsamsten berechneten Schnitt lagen, erreichten sie nach 130 gefahrenen Kilometern zu spät einen Bahnübergang, dessen Schranke zu dem Zeitpunkt geschlossen war. Das Feld musste kurz anhalten, danach beteiligten sich auch Soudal und Lidl – Trek an der Führungsarbeit.
Das Streckenprofil der 3. Etappe von Tirreno-Adriatico | Foto: Veranstalter
Nach dem Sprint-Intermezzo ging es wieder deutlich ruhiger zu. Die Langeweile beendete kurzzeitig Jonas Abrahamsen (Uno-X Mobility): Der Norweger attackierte 25 Kilometer vor dem Ziel, war aber fünf Kilometer später gemeinsam mit Ethan Hayter (Soudal – Quick-Step) und Liam Slock (Lotto – Intermarché) wieder eingefangen. Danach wurde das Tempo massiv angezogen.
Eingangs der letzten drei, leicht ansteigenden Kilometer spannte sich Auftaktsieger Filippo Ganna (Ineos Grenadiers) vor das Feld, ehe EF Education – EasyPost, Decathlon, Soudal und Lidl ihre Züge formierten.
Milan war auf den letzten 500 Metern aussichtsreich am Hinterrad von Lunds Anfahrer Tord Gudmestad positioniert, eröffnete dann aber den Sprint sehr früh noch kurz vor der letzten leichten Kurve. Andresen wartete dagegen noch und zog dann aus Milans Windschatten heraus seinen siegbringenden Sprint an, den er souverän vor De Lie und Philipsen abschloss. Milan wurde dagegen noch bis auf Rang sieben durchgereicht.
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