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06.03.2026 | (rsn) - Mit dem 84. Paris-Nizza steht das erste bedeutende Etappenrennen der Saison auf dem Progamm. Da die Organisatoren in den vergangenen Jahren auch Bergankünften in den Etappenplan eingebaut haben, entwickelte sich das Rennen immer mehr zu einer Angelegenheit für die weltbesten Rundfahrer wie Egan Bernal, Primoz Roglic oder Tadej Pogacar.
Seinem Beinamen als “Rennen zur Sonne“ konnte Paris-Nizza in den vergangenen Jahren nur Ehre machen. Häufig waren die Profis selbst im Süden Frankreichs bei nassem und kaltem Wetter unterwegs.
Wir blicken auf die letzten zehn Austragungen zurück.
Während Titelverteidiger Richie Porte (BMC) diesmal nur Platz drei in der Gesamtwertung belegte, sicherte sich sein früherer Teamkollege Geraint Thomas (Sky) das Gelbe Trikot. Dabei blieb der Brite ohne Etappensieg und hatte im Schlussklassement nur vier Sekunden Vorsprung auf Alberto Contador (Tinkoff). Porte folgte weitere acht Sekunden dahinter.
Thomas profitierte von seinem guten siebten Platz im Prolog, in dem er Contador neun Sekunden abnahm. In seine Karten spielte auch die Absage der 3. Etappe mit der Bergankunft am Mont Brouilly, die starkem Schneefall zum Opfer fiel.
Für das beste deutsche Ergebnis sorgte André Greipel (Lotto Soudal) mit einem dritten Rang am Ende des vierten Teilstücks.
Wie im Vorjahr verpasste Alberto Contador (Trek - Segafredo) den Gesamtsieg nur knapp, diesmal musste er sich dem Kolumbianer Sergio Henao (Sky) um ganze zwei Sekunden geschlagen geben. Das Podium komplettierte mit 30 Sekunden Rückstand der Ire Dan Martin (Quick-Step Floors).
Henao gelang zwar kein Etappensieg, mit einer sehr konstanten Vorstellung holte er sich aber in Nizza das Gelbe Trikot. André Greipel (Lotto Soudal) feierte einen Sprintsieg, den John Degenkolb (Trek - Segafredo) mit einem zweiten und dritten Platz jeweils knapp verpasste.
Mit einem Parforceritt im strömenden Regen rückte Marc Soler (Movistar) am Schlusstag noch vom sechsten auf den ersten Platz der Gesamtwertung vor. Als Etappendritter wandelte der Spanier seine 37 Sekunden Rückstand auf Simon Yates (Mitchelton - Scott) noch in einen Vorsprung von vier Sekunden gegenüber dem Briten um. Solers Landsmann Gorka Izagirre (Bahrain - Merida) komplettierte mit 14 Sekunden Rückstand in Nizza das Podium.
Für das beste deutsche Ergebnis sorgte diesmal Nils Politt (Katusha - Alpecin) als Zweiter der 5. Etappe. André Greipel (Lotto Soudal) fuhr zudem zwei dritte Plätze ein.
2019 gewann Egan Bernal (Ineos) nicht nur die Tour de France, sondern war zuvor bereits beim “Rennen zur Sonne" erfolögreich. Der Kolumbianer verwies mit relativ deutlichen 39 Sekunden Vorsprung seinen Landsmann Nairo Quintana (Movistar) auf Rang zwei. Dritter wurde mit 1:32 Minuten Rückstand sein polnischer Teamkollege Michal Kwiatkowski.
Bernal übernahm das Gelbe Trikot am vorletzten Tag am Col de Turini von Kwiatkowski und verteidigte es auf der Schlussetappe souverän. Für das beste deutsche Ergebnis sorgte erneut Nils Politt (Katusha - Alpecin). Der Kölner wurde im 25,5 Kilometer Zeitfahren Zweiter hinter Simon Yates (Mitchelton - Scott).
Die 78. Austragung der Fernfahrt stand ganz im Zeichen von Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe). Der gebürtige Berliner gewann den Auftakt aus einer kleinen Spitzengruppe heraus und gab danach das Gelbe Trikot bis zum Schlusstag nicht mehr her. Nach acht Etappen hatte Schachmann 18 Sekunden Vorsprung auf Tiesj Benoot (Sunweb) und eine knappe Minute auf Sergio Higuita (EF). Sein Teamkollege Pascal Ackermann verpasste als Zweiter der 2. Etappe knapp einen weiteren Tagessieg für Bora – hansgrohe.
Paris-Nizza war in jenem Jahr von der sich ausbreitenden Corona-Pandemie überschattet, weshalb das Rennen um die Schlussetappe verkürzt werden musste. Wegen Covid-19 hatten einige große Teams wie Ineos oder UAE sogar ihre Teilnahme abgesagt.
Im Jahr darauf sah alles nach einem Gesamtsieg von Primoz Roglic (Jumbo - Visma) aus. Der Slowene startete im Gelben Trikot mit deutlichen 52 Sekunden Vorsprung gegenüber Maximilian Schachmann (Bora - hansgrohe) in die Schlussetappe, auf der er dann aber gleich mehrmals stürzte und in der Gesamtwertung schließlich noch auf Platz 15 zurückfiel.
Schachmann profitierte vom Pech des ehemaligen Skispringers und konnte sich über die Titelverteidigung freuen. Nach acht Etappen wies er 19 respektive 23 Sekunden Vorsprung auf das Astana-Duo Aleksandr Vlasov und Ion Izagirre auf. Schachmann fuhr dazu noch einen zweiten Etappenrang heraus, Teamkollege Pascal Ackermann wurde einmal Tagesdritter.
Mit einem Jahr Verspätung glückte Primoz Roglic (Jumbo - Visma) der angepeilte Gesamtsieg. Nach acht Etappen hatte der Slowene 29 Sekunden Vorsprung gegenüber Simon Yates (BikeExchange - Jayco). Der drittplatzierte Daniel Martinez (Ineos Grenadiers) lag bereits 2:37 Minuten zurück.
Schon zum Auftakt der Fernfahrt stellte Jumbo - Visma seine Dominanz eindrucksvoll unter Beweis und feierte in Mantes-la-Ville durch Christophe Laporte, Roglic und Wout van Aert einen Dreifacherfolg, während das Feld mit 20 Sekunden Rückstand auf das Trio das Ziel erreichte. Roglic übernahm auf der 5. Etappe das Gelbe Trikot vom Teamkollegen van Aert und trug es über den Col du Turini bis nach Nizza.
Gleich bei seiner Premiere trug sich Tadej Pogacar (UAE - Team Emirates) in die Siegerliste ein. Der Slowene setzte sich nach acht Teilstücken mit 53 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen David Gaudu (Groupama - FDJ) und 1:39 Minuten auf den späteren Toursieger Jonas Vingegaard (Jumbo - Visma) durch.
Die Vorentscheidung fiel bereits auf der 4. Etappe, die Pogacar gewann und dabei dem sechstplatzierten Vingegaard 43 Sekunden abnahm. Danach verteidigte er souverän das Gelbe Trikot. Nachdem die 6. Etappe wegen starkem Wind abgesagt werden musste, entschied er am Tag darauf die Bergankunft am Col de la Couillole für sich und schlug am Schlusstag in Nizza sogar noch ein drittes Mal zu.
Der Schweizer Gino Mäder (Bahrain Victorious), der im Juni bei der Tour de Suisse tödlich verunglückte, wurde nach einer starken Vorstellung Gesamtfünfter. Für das beste deutsche Ergebnis sorgte Sprinter Max Kanter (Movistar) als Fünfter der 5. Etappe.
16 Jahre nach Floyd Landis gab es bei Paris - Nizza wieder einen Sieger aus den USA. Matteo Jorgensen (Jumbo - Visma) fing am Schlusstag der Fernfahrt noch seinen Landsmann Brandon McNulty (UAE Team Emirates) ab, der als Gesamtführender in das achte Teilstück gestartet war, am Ende aber auch noch hinter Remco Evenepoel (Soudal - Quick-Step) auf Platz drei zurückfiel.
McNulty hatte sich am dritten Tag nach dem Mannschaftszeitfahren an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt, das Gelbe Trikot am Tag darauf aber an Luke Plapp (Jayco - AlUla) abgeben müssen. Auf der 6. Etappe holte er sich zurück, um es zwei Tage später noch an Jorgensen zu verlieren.
Für das beste deutsche Ergebnis sorgte Sprinter Pascal Ackermann (Israel - Premier Tech) mit Rang drei auf der 5. Etappe.
Wie im Vorjahr ging der Gesamtsieg an den US-Amerikaner. Der Titelverteidiger, der sich 2024 erst am Schlusstag an die Spitze des Klassements vorgearbeitet hatte, konnte es diesmal zum Abschluss ruhiger angehen lassen. Am Ende hatte Jorgenson deutliche 1:15 Minuten Vorsprung auf den Deutschen Florian Lipowitz (Red Bull - Bora - hansgrohe), der sich nach einer starken Vorstellung den zweiten Platz sicherte. Mit 1:58 Minuten Rückstand wurde der Niederländer Thymen Arensman (Ineos - Grenadiers) Gesamtdritter
Nach zwei Etappensiegen von Sprinter Tim Merlier (Soudal - Quick-Step) holte sich Jorgensosn das Gelbe Trikot am dritten Tag, an dem Visma - Lease a Bike das Mannschaftszeitfahren gewann. Nachdem er die Führung für einen Tag an seinen Teamkollegen Jonas Vingegaard abgeben musste, übernahm er auf der 5. Etappe wieder Gelb und gab es danach nicht mehr ab.
Für das beste deutsche Tagesergebnis sorgte Georg Steinhauser (EF Education - EasyPost), der auf der 7. Etappe Rang drei belegte. Der Österreicher Felix Gall (Decathlon - AG2r) wurde am Schlusstag ebenfalls Dritter.
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