--> -->
03.09.2026 | (rsn) - Emanuel Buchmann war einst ein großer Name bei großen Rundfahrten. Mit seinem vierten Gesamtrang bei der Tour de France 2019 entfachte er auch ein neues kleines Radsportfeuer in Deutschland. Diese Zeiten sind längst vorbei. Buchmann hat sein einstiges Niveau nicht wieder erreichen können, was er auch ohne großes Wenn und Aber eingesteht.
Mittlerweile ist er bei einem kleineren Team unter Vertrag. Auf etwa 15 Millionen Euro Jahresbudget wird sein aktueller Arbeitgeber, der französische Zweitdivisionär Cofidis, taxiert. Auf etwa das Dreifache wird sein früherer Arbeitgeber Bora – hansgrohe, jetzt Red Bull – Bora – hansgrohe, geschätzt. Alles Faktoren, die zu weniger Aufmerksamkeit führen. ___STEADY_PAYWALL___
“Du bist jetzt der erste, mit dem ich bei der ganzen Vuelta ein Interview habe“, sagte Buchmann daher auch zum RSN-Reporter und setzte ein schmales Lächeln auf. Ein krasser Gegensatz zu seinen besten Zeiten. Aber der gebürtige Ravensburger scheint seinen Frieden damit gemacht zu haben. “Es ist jetzt eine andere Herangehensweise und auch ein kleineres Team. Damit muss man sich abfinden und sich neue Ziele setzen.“
Emanuel Buchmann (Cofidis) bei der Teampräsentation der Vuelta a Espana | Foto: Cor Vos
Die heißen jetzt vor allem Fluchtgruppe. Auch vor der 12. Etappe hoch zum Observarorium Calar Alto spekulierte Buchmann damit. “Ich werde mal die Augen offen halten. Wenn eine große Gruppe geht, werde ich versuchen, da reinzuschlüpfen“, sagte er. Er schränkte aber auch sofort ein, nicht zu viele Kräfte beim Kampf um die Gruppenmitgliedschaft zu investieren. “Es kommen noch richtig schwere Etappen“, begründete er seinen Energiesparvorbehalt.
Der setzte sich dann auch am Donnerstag durch. Es bildete sich zwar eine große Gruppe mit vielen starken Fahrern, aber eben ohne den früheren Tour-Vierten. Als Tages-33. mit 14 Minuten und 16 Sekunden Rückstand erreichte Buchmann den Zielstrich auf rund 2.150 Metern Höhe. Im Gesamtklassement ist er zwar bester deutscher Fahrer, hat auf Platz 28 aber bereits 53:15 Minuten Rückstand auf das Rote Trikot von Enric Mas (Movistar).
Neues Glück will er dann bei den nächsten Bergetappen suchen. Denn die Form ist laut Selbsteinschätzung gar nicht schlecht. “Soweit ist alles gut. Ein bisschen merkt man schon, dass man jetzt bei der 12. Etappe ist. Es sind ja doch schwere Etappen. Hier ist es auch ziemlich warm. Aber im Großen und Ganzen fühle ich mich ganz gut“, sagte er RSN.
Buchmanns Cofidis-Equipe hatte bereits ein Erfolgserlebnis bei dieser Vuelta: Sprinter Bryan Coquard gewann die 8. Etappe| Foto: Cor Vos
Von den Höheneffekten, denen er sich zuvor beim Rennen um den chinesischen Hochgebirgssee Qinghai ausgesetzt hatte, verspürt er allerdings nichts mehr. “Das waren ja nicht so viele Höhenmeter, sondern eher ein Rennen in der Höhe“, präzisierte Buchmann. Und der Retikulozyten-Effekt, also die verstärkte Bildung von roten Blutkörperchen durch den Sauerstoffmangel in der Höhe, sei auch schon verpufft. “Das ist zu lange her. Der Effekt ist wieder weg“, erklärte der 33-Jährige.
Und so wird er auch auf den nächsten Bergetappen kaum das Favoritenfeld unter Druck setzen können. “Nee, nee, so stark bin ich gerade nicht. Das hat keinen Sinn. Wenn, dann muss ich schon in die Gruppe kommen und da was versuchen“, schätzte er seine Möglichkeiten realistisch ein
Buchmann scheint seinen Frieden gemacht zu haben mit der jetzigen Situation. Die Ambitionen sind auf realistisches Niveau geschrumpft. “Ich habe jetzt ein ganz solides Niveau, aber eben kein Top-Niveau. Und auf der anderen Seite ist das Fahrerfeld auch stärker geworden“, fasste er zusammen.
So genießt er die familiäre Atmosphäre bei seiner Cofidis-Equipe, die durch Bryan Coquard auf der 8. Etappe bereits einen Sieg feiern konnte, und hofft noch auf den einen oder anderen großen Tag. Vor allem hier bei der Vuelta. Nach Spanien steht wahrscheinlich wieder China an, die Tour of Guangxi zum Finale der WorldTour-Saison im Oktober.
Recht fernab von den ganz großen Radsportstätten neigt sich die Karriere des einstmals besten deutschen Bergfahrers so langsam ihrem Ende entgegen. Das eine oder andere Achtungszeichen will Buchman aber doch noch setzen.
16.09.2026Pogacar: “Schlüsselbein stark, Kopf stark“(rsn) – Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG) wird nach seinem bei der Vuelta a Espana erlittenen Schlüsselbeinbruch zwar kein Rennen mehr in dieser Saison bestreiten können – doch seine Gene
14.09.2026Roglic verpasst Vuelta-Rekord und ist trotzdem zufrieden(rsn) – Seine möglicherweise letzte Chance auf den Rekord konnte Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) nicht nutzen. Der 36-jährige Slowene muss sich bei der Vuelta a Espana 2026 mit dem
14.09.2026“Gute Beine, große Ziele“: Van Aert blickt auf die WM(rsn) – Die Übergänge waren fließend! Während Wout van Aert mit seinem Teamkollegen von Visma – Lease a Bike gerade die letzten Kilometer der Vuelta a Espana abspulten, wurde beim GP Montreal
14.09.2026Movistar kehrt mit Vuelta-Sieg ins Rampenlicht zurück(rsn) - Der Gesamtsieg von Enric Mas bei der Vuelta a Espana ist einerseits für ihn selbst ein später, kaum noch für möglich gehaltener Coup. Doch auch für seine traditionsreiche Mannschaft hat d
13.09.2026Johannessen: “Ich habe schon so lange an diese Tür geklopft“(rsn) – Zum Abschluss der Vuelta a Espana 2026 gab es eine Premiere. Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility) holte sich auf der 21. Etappe seinen ersten Tagessieg bei einer Grand Tour vor Alessa
13.09.2026Die Highlight-Videos der Vuelta a Espana(rsn) – Für Leser und Leserinnen, die lieber schauen statt lesen, bietet radsport-news.com die Highlight-Videos. Die Eurosport-Mitschnitte aller 21 Teilstücke der diesjährigen Vuelta a Espana (2.
13.09.2026Das Strafenregister der Vuelta a Espana / 21. Etappe(rsn) – Die Liste an potenziellen Vergehen, derer Radprofis, Teammitarbeitende oder andere am Rennen Beteiligte im Laufe einer Rundfahrt bezichtigt werden können, ist lang. Genauso lang wie das Reg
13.09.2026Liste der ausgeschiedenen Fahrer / 21. Etappe(rsn) - 184 Fahrer aus 23 Teams nahmen die Vuelta a Espana 2026 beim Auftaktzeitfahren in Monaco in Angriff. Nicht alle werden das Ziel an der Alhambra in Granada im Süden Spaniens erreichen. Stürz
13.09.2026Mas am Ziel seiner Träume: Spanier erstmals Vuelta-Sieger(rsn) – Nach drei zweiten Plätzen hat Enric Mas (Movistar) im achten Anlauf erstmals die Spanien-Rundfahrt für sich entschieden. Auf der abschließenden 21. Etappe der 81. Vuelta a Espana (2.UWT)
13.09.2026Vuelta 2027 beginnt in Santiago de Compostela(rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
13.09.2026Schlussrunde der 21. Vuelta-Etappe wird neutralisiert ausgetragen(rsn) – Am Schlusstag der Vuelta a Espana haben die Organisatoren den Forderungen der Teams zumindest teilweise entsprochen. Wie die gewöhnlich gut informierte spanische Sportzeitung AS berichtet,
13.09.2026Auch zum Finale in Granada haben es die Sprinter schwer(rsn) – Nach den letztjährigen Protesten in Madrid haben die Organisatoren das Vuelta-Finale in den Süden des Landes verletzt. Die 21. Etappe der 81. Spanien-Rundfahrt wird rund um Granada ausgetr
24.10.2026Pieterse im Gegensatz zu Brand und Alvarado noch im Ruhemodus (rsn) – Während Cross-Weltmeisterin Lucinda Brand (Baloise – Het Poetsbureau Lions) und Silbermedaillengewinnerin Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Premier Tech) bereits früh in der Crosssai
24.10.2026Unibet – Rose Rockets eine Option für Roglic? (rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
24.10.2026Wyseure entthront in Heerde Vorjahressieger Nieuwenhuis (rsn) – Joran Wyseure (Crelan – Corendon) hat in seinem vierten Crossrennen dieser Saison erstmals jubeln können. Der 25-jährige Belgier entschied im niederländischen Heerde den dritten HG-Cro
24.10.2026Alvarado holt sich in Heerde ein gutes Gefühl für die Saison (rsn) – Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix – Premier Tech) hat in Heerde ihren ersten Sieg in der noch jungen Crossaison 2026/27 eingefahren. Die 28-jährige Niederländerin setzte sich beim dritte
24.10.2026Buchmann: “Das ganze Jahr nie meine Topform erreicht“ (rsn) – Wie in den vergangenen beiden Jahren auch beendete Emanuel Buchmann (Cofidis) seine Saison in China. Und wie schon 2024 – damals in seinem letzten Rennen für Red Bull – Bora – hansgro
24.10.2026Reusser begrüßt Blasi-Verpflichtung und deutet Karriereende an (rsn) – In den vergangenen beiden Jahren war Marlen Reusser die erklärte Leaderin des spanischen Movistar-Teams. Künftig dürfte sich das aber ändern, denn mit der Verpflichtung von Vuelta-Sieger
24.10.2026XDS verlängert mit Toneatti, Eddy wird Teamkollege von Rutsch (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
23.10.2026Ausblick auf die Cross-Saison 2026/2027 (rsn) – Am Sonntag beginnt in Overijse mit der Superprestige die erste der drei großen Serien – und damit fängt auch der Cross-Winter 36 Tage vor dem meteorologischen so richtig an. Die ersten R
23.10.2026Rockets zielen mit Präsenz und Coolness zugleich auf Tour-Wildcard (rsn) – 2026 haben die Unibet – Rose Rockets beim Giro d´Italia ihr Grand-Tour-Debüt gegeben und dort mit ihrem starken Sprintzug um Dylan Groenewegen vor allem auf den Flachetappen einen imposa
23.10.2026Nedbank Gravel Burn: Schweres Etappenrennen als Saisonabschluss (rsn) – Nach den UCI Gravel-Weltmeisterschaften ist vor dem Gravel Burn. Viele Athleten, die an den Titelkämpfen in Australien teilgenommen haben, scheuten mit ihren Sponsoren und Trade Teams wede
23.10.2026Merlier mit Magnier gemeinsam zur Tour? “Habe sicher nichts dagegen“ (rsn) – Mit Tim Merlier und Paul Magnier verfügt Soudal – Quick-Step auch 2027, wenn die Mannschaft in Soudal – Safety Jogger umbenannt werden wird, über zwei absolute Weltklasse-Sprinter mit
23.10.2026Brennan zur Tour? Plugge: “Werden ihn definitiv in Betracht ziehen“ (rsn) – Die großen Teams der Gesamtwertungs-Kandidaten stehen nach der Bekanntgabe der Route für die Tour de France 2027 nun vor vielen wichtigen Gesprächen in den kommenden Wochen, um Pläne zu