Profi-Radsport

Wilde Jagd nach Montpellier

Armstrong & Ullrich bestaunen 58er Schnitt

15.07.2005 - (sid/Ra) - Nach einer atemlosen Jagd holte Robbie McEwen seinen dritten Tagessieg.

Als bester Deutscher wurde Gerolsteiner-Profi Robert Förster (Markkleeburg) Siebter. "Ich bin sehr enttäuscht. Ich war wieder zu weit hinten, immer das gleiche. Es war ein hektisches Finale", sagte Robert Förster.

Vor den Bergankünften in Ax-3-Domaines und auf dem Pla-d'Adet konnten sich Lance Armstrong, Jan Ullrich und Co. nur kurze Zeit schonen, bevor die Verfolgung einer fünfköpfigen Spitzengruppe begann. Das Quintett hatte sich bereits nach 17km abgesetzt und seinen Vorsprung innerhalb von nur 40km auf neun Minuten ausgebaut. 115km dauerte die anschließende Jagd, ehe auch der letzte Ausreißer 200m vor dem Ziel gestellt wurde.

"Es war eigentlich ein normaler Sprintertag. Aber am Anfang hatten wir einen 58er-Schnitt, da habe ich mich richtig erschrocken. Keiner scheint Angst vor den Bergen zu haben. Ich habe Respekt vor den Bergen, die jetzt kommen. Mein Rücken tut noch weh, und das wird auch noch sechs bis acht Wochen dauern. Ich werde morgen kämpfen", sagte Ullrich.

Armstrong musste rackern

In der Gesamtwertung führt der sechsmalige Toursieger Armstrong weiter mit 38 Sekunden vor dem zweitplatzierten Dänen Michael Rasmussen. "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das Feld so jagen würde. Ständig 50km/h und das nach den Alpen. Die Teamarbeit war unglaublich", sagte Armstrong.

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