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(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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27.10.2005 - Paris (dpa/Ra) - Im Jahr eins nach Lance Armstrong unternimmt Jan Ullrich vermutlich seinen letzten Anlauf, die Tour de France nach 1997 doch noch ein zweites Mal zu gewinnen. Die Chancen dazu stehen ohne Mannschaftszeitfahren und mit weniger Bergen als 2005 nicht schlecht.
Alle Radsport-Experten wurden überrascht, weil die Tour erstmals seit langem wieder auf ein spektakuläres Mannschafts-Zeitfahren verzichtet. Viele Teams hatten sich schon mit ihrer Einkaufspolitik auf den kollektive Zeitfahren vorbereitet. «Das betraf auch uns», sagte T-Mobile-Teamchef Mario Kummer.
Neben dem Prolog stehen im kommenden Jahr so nur zwei weitere Einzelzeitfahren (7. Etappe/52 Kilometer und 19. Etappe/56 km) und fünf Hochgebirgs- Etappen auf dem Programm. «Der Wegfall des Team-Zeitfahrens war auch für uns eine Überraschung. Wir haben uns in den letzten Jahren dort kontinuierlich verbessert. Aber es ist für uns weder ein Vor- noch ein Nachteil», sagte T-Mobile-Manager Olaf Ludwig in Paris.
«Wir haben eine Neuverteilung der Rollen. Die kommende Tour wird wieder spannend», sagte der neue Tour-Direktor Christian Prudhomme zum sportlichen Wert der Nach-Armstrong-Ära. Der 2006 nach 17 Jahren scheidende Tour-Chef Jean-Marie Leblanc nahm zur immer währenden Doping-Problematik Stellung: «Wir sind beim Kampf gegen Doping an einer Wegkreuzung zwischen Ethik und dem K.o. Ich hoffe, die Fahrer und ihre Ärzte irren sich nicht in der Richtung. Die Enthüllungen über Armstrong von 1999 werfen einen Schatten auf seine Karriere.»
«Das ist eine Tour für Zeitfahrer wie Jan Ullrich. Aber, obwohl es weniger Berge als zuletzt gibt, wird das für mich keine Schwierigkeit, weil ich mich im Zeitfahren verbessert habe», sagte der diesjährige Tour-Zweite Ivan Basso (Italien), der erwägt, für die volle Tour-Konzentration 2006 auf den Giro d`Italia zu verzichten. «Es gibt vielleicht zehn Fahrer, die die Tour gewinnen können: Ullrich, Winokurow, ich und einige andere», sagte Basso in Paris.
Die Neuigkeiten der Präsentation wird Ullrich wahrscheinlich erst bei seiner Rückkehr aus dem Urlaub erfahren. «Es bringt ihm doch nichts, ob er es heute um eins, um fünf oder dann erfährt, wenn er zurückkommt. Wir lassen ihn im Urlaub zufrieden», sagte Ludwig.
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