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"Ich habe mich verpflichtet, für den Besten zu fahren. "
(Lance Armstrong zu seinem Start bei der Tour de France 2009)
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08.05.2006 - Namur (dpa/Ra) - Beim Team Gerolsteiner knallten die Champagner-Korken: Radprofi Stefan Schumacher aus Nürtingen hat sensationell die 3. Etappe gewonnen und die Führung des 89. Giro d`Italia übernommen. Maglia Rosa statt Ferrari Rot! Wir feiern den "anderen Schumacher"!
Der 24-Jährige, der schon auf der 1. Etappe mit Rang vier überzeugt hatte, streifte sich nach 202 Kilometern in Namur als sechster deutscher Profi beim Giro das begehrte Kleidungsstück über. Zuletzt trug es der Kolkwitzer Olaf Pollack vor zwei Jahren für einen Tag.
«Das war das Rennen meines Lebens, ein absoluter Traum. Ich hatte mir das Rennen perfekt eingeteilt und wir hatten heute ein Super-Team», sagte Schumacher nach seinem Bravourstück an der Zitadelle von Namur. Seinem Teamchef Christian Henn ist im packenden Finale heiß und kalt geworden, als er sah, wie sein Schützling verbissen um den Sieg kämpfte: «Ich hatte leichte Bedenken, dass seine Kraft vielleicht nicht bis zum Schluss reichen würde. Aber er war phänomenal.»
Der «andere Schumacher», wie die «Gazzetta dello Sport» den Radprofi in Anspielung auf Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher nannte, attackierte auf dem 2,3 km langen Schlussanstieg hoch zur Zitadelle von Namur 800 Meter vor dem Ziel. Er sicherte sich auf regennasser Straße einen Sekunden-Vorsprung und freute sich nach seinem größten Karriere-Erfolg wie ein kleines Kind. Durch eine ominöse «Doping-Affäre» hätte seine Karriere im Vorjahr fast einen irreparablen Schaden erhalten: Seine Mutter, Ärztin von Beruf, hatte Schumacher ein verbotenes Asthmamittel verschrieben. Nach Klärung der Umstände verzichtete der deutsche Verband aber auf eine Sperre.
Jan Ullrich, der wie alle Profis unter den widrigen Witterungsbedingungen mit kühlen Temperaturen und Dauerregen litt, erreichte das Ziel mit Rückstand zu den Spitzenfahrern. Der Plan des Vorjahressiegers Savoldelli, das Rosa Trikot nach dem Belgien- Abstecher in seine Heimat zurückbringen, ging nicht auf. Nach dem ersten Ruhetag am 10. Mai beginnt der Giro in Italien mit dem Mannschaftszeitfahren über 38 Kilometer in Piacenza.
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