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28.06.2006 - (sid) - Rad-Star Jan Ullrich geht in die Offensive: Drei Tage vor dem Beginn der Tour de France hat der T-Mobile-Kapitän seine Anwälte beauftragt, gegen die Madrider Zeitung "El Pais" vorzugehen, die ihn mit dem spanischen Dopingskandal in Verbindung gebracht hatte: "Sie werden die erforderlichen Schritte einleiten, ich habe mit dem Vorgang absolut nichts zu tun", teilte der Toursieger von 1997 am Mittwoch auf seiner Webseite mit.
Weil die Behörden noch keine Informationen weitergaben, steht Ullrichs Start am Samstag laut Tour-Ausrichter ASO "nach derzeitigem Stand" nichts im Wege. Der Wahl-Schweizer traf am Mittwoch im Elsass ein. Für den Abend stand ein Mannschaftsessen auf dem Programm.
T-Mobile-Star muss mit Vernehmung rechnen
Ullrich muss allerdings damit rechnen, am 13. Juli von der Guardia Civil zur Vernehmung geführt zu werden. An diesem Tag endet die elfte Etappe auf spanischem Boden in Val d'Aran in den Pyrenäen.
El Pais hatte unter Berufung auf die Ermittlungen hinter den Code-Bezeichnungen "Jan" und "Rudis Sohn" auf Blutproben auf Ullrich und dessen sportlichem Leiter Rudy Pevenage geschlossen. Ob der 32-jährige T-Mobile-Kapitän zu seiner eigenen Entlastung mittels Haarprobe zu einer DNA-Analyse bereit ist, blieb allerdings weiter offen.
"Das ist noch einfacher als ein Vaterschaftstest. Wenn er sich dem verweigert, muss er ein schlechtes Gewissen haben", sagte der Heidelberger Dopingexperte Werner Franke der Süddeutschen Zeitung. Teamsprecher Luuc Eisenga sagte dazu: "Dies ist eine persönliche Entscheidung, auf die der Rennstall keinen Einfluss nehmen wird."
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