Auch Vandenbroucke wieder da

Jaksche: Comeback in den Abruzzen

20.04.2007  |  (sid) - Zehn Monate hatte Jörg Jaksche nicht mehr im Rennsattel gesessen, nun ist dem unter Dopingverdacht stehenden Radprofi ein erfolgreiches Comeback gelungen. Bei seinem ersten Auftritt im Dress des italienisch-russischen Tinkoff-Rennstalls testet der frühere Paris-Nizza-Sieger seine Form bei der Abruzzen-Rundfahrt in Italien und konnte auf der ersten Etappe mit der Konkurrenz mithalten.

Der mit österreichischer Lizenz fahrende Franke beendete das Teilstück über 154km von Megalo nach Cepagatti mit zehn Sekunden Rückstand auf Tagessieger Luca Ascani (Italien) im 152-köpfigen Hauptfeld. Insgesamt sind 175 Fahrer am Start, darunter der 2006 unter Dopingverdacht geratene Belgier Frank Vandenbroucke, der mit Jaksche ankam. Der ehemalige Lüttich-Bastogne-Lüttich-Sieger feiert nach seiner Knie-Operation Anfang Februar ebenfalls ein Comeback.

Letzter Start bei Schweiz-Rundfahrt 2006

Jaksche saß zuletzt für das damals spanische Astana-Team bei der Schweiz-Rundfahrt 2006 im Rennsattel und hatte die Generalprobe für die Tour de France am 18. Juni hinter Gesamtsieger Jan Ullrich auf dem dritten Platz beendet. Zwei Wochen später waren die Namen der beiden deutschen Profis im Rahmen des spanischen Dopingskandals genannt worden. Jaksche meldete sich beim Tour-Start wegen Erkrankung ab, Ullrich wurde vom T-Mobile Team suspendiert.

Bei den Recherchen der spanischen Dopingfahnder im Rahmen der "Operacion Puerto" waren auch drei Blutbeutel mit der Aufschrift "Bella Jorg" gefunden und Jaksche zugeordnet worden. Erst vor drei Wochen hatten DNA-Tests zweifelsfrei zu Jan Ullrich geführt. Der Tour-de-France-Sieger von 1997 hat inzwischen seinen Rücktritt erklärt, die Ermittlungen gegen Jaksche ruhen zur Zeit.

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