Spanischer Blutdopingskandal

Basso gesteht und will kooperieren

07.05.2007  |  (sid/dpa/Ra) - Ivan Basso hat überraschend gestanden, in die spanische Dopingaffäre verwickelt gewesen zu sein und dabei auch Blutdoping zugegeben. Zugleich hat der 29-jährige Italiener den zuständigen Ermittlungsbehörden seine Unterstützung zugesagt. Dies gab das Nationale Olympische Komitee (CONI) am Montag in Rom bekannt.

"Basso hat ausführlich seine Verantwortung in Bezug auf die Operation Puerto zugegeben und seine volle Zusammenarbeit zur Klärung seiner Verwicklung in der Affäre garantiert", hieß es in der Presseerklärung nach der Anhörung vor CONI-Chefermittler Ettore Torri.

Durch die umfassende Kooperation will der Girosieger von 2006 eine Strafminderung erreichen. Basso droht eine zweijährige Sperre, die allerdings durch die Zusammenarbeit mit der Justiz um ein Jahr reduziert werden könnte. In einem anstehenden Zivilrechtsverfahren droht ihm sogar eine Haftstrafe. Basso hatte Torri von sich aus um ein zweites Treffen gebeten. Er hatte am 2. Mai erstmals in Rom aussagen müssen und war dort offenbar mit einer erdrückenden Beweislage konfrontiert worden.

Vor Basso war der inzwischen zurückgetretene Jan Ullrich indirekt der Verbindung zum Madrider Arzt Eufemiano Fuentes durch einen DNA-Vergleich überführt worden. Ullrich bestreitet jedoch weiter jede Manipulation.

Mittlerweile werden 107 Radprofis verdächtigt, in den Skandal verwickelt zu sein. Basso und Ullrich waren am Tag vor dem Tourstart 2006 von ihren Teams aus den jeweiligen Aufgeboten gestrichen worden.

Basso war im letzten Herbst vom CONI aus Mangel an Beweisen freigesprochen worden und danach vom dänischen Team CSC zu Discovery gewechselt. Am 30. April folgte der US-Rennstall nach neuen Anschuldigungen dem Wunsch Bassos und löste den Vertrag auf.

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