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10.05.2007 - Madrid (dpa) - Der unter Dopingverdacht stehende Giro-Sieger Ivan Basso könnte mit seinem heftig kritisierten «Mini-Geständnis» in Spanien Nachahmer finden.
Wie die Madrider Zeitung «El País» berichtete, wollen sich die in den großen Radsport-Dopingskandal verwickelten spanischen Profis an dem Italiener ein Beispiel nehmen und durch eine Zusammenarbeit mit den Behörden reduzierte Sperren von einem Jahr aushandeln.
Ein Repräsentant der Sportler habe bereits Verhandlungen mit dem spanischen Radsportverband aufgenommen. Dies bedeute eine radikale Kehrtwende in der Strategie der etwa 30 spanischen Profis, die in den - vor einem Jahr aufgedeckten - Skandal um den Arzt Eufemiano Fuentes verwickelt sein sollen.
Die Spanier hatten bisher eine ähnliche Linie verfolgt wie Jan Ullrich und alle Vorwürfe abgestritten. Allerdings laufen gegen sie - anders als im Fall des Deutschen - keine Ermittlungen der Justiz. Die spanische Justiz hatte ihr Ermittlungsverfahren eingestellt. Damit wurden die spanischen Profis jedoch nicht von allen Dopingvorwürfen rein gewaschen. Auf Grund der Anti-Doping-Normen bei den großen Radrennen wie der Tour de France können die in Verdacht geratenen Profis nicht an den Start gehen. Einige von ihnen wie Tino Zabala oder Rubén Plaza wurden sogar von ihren Teams ausgeschlossen.
Trotz der internationalen Kritik an Bassos «Pseudo-Geständnis» in der Dopingaffäre erwägen die in Verdacht geratenen Spanier nach Angaben der Zeitung, ein Minimum der Vorwürfe zuzugeben, dafür mit einer einjährigen Sperre davonzukommen und spätestens bei der Spanien-Rundfahrt im Jahr 2008 wieder an den Start gehen zu dürfen.
Die Profis verlangten jedoch vom spanischen Verband eine Zusicherung, dass der «ethische Codex» der Veranstalter der wichtigsten Rennen auf sie nicht angewandt wird. Nach dieser Norm droht Dopingsündern bei der Tour de France und anderen großen Rennen eine zusätzliche Sperre von zwei Jahren. Der Verband habe die Radsportler jedoch darauf hingewiesen, dass er darauf keinen Einfluss habe, berichtete die Zeitung. Die Verhandlungen hätten daher im ersten Anlauf noch zu keinem Ergebnis geführt.
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