Profi-Radsport

Rasmussen-Skandal

Rabobank-Teamchef de Rooij tritt zurück

03.08.2007 - (sid/Ra) - Im Zuge des Tour-Skandals um Michael Rasmussen hat Rabobank-Teamchef Theo de Rooij das Handtuch geworfen. "Ich brauche Zeit, um über meine Zukunft nachzudenken", sagte der 50-Jährige, der in der Rasmussen-Affäre schwer in die Kritik geraten war. Ein Nachfolger ist noch nicht bekannt.

De Rooij war zwölf Jahre lang in die Rabobank-Teamleitung eingebunden. Während dieser Zeit erzielte der niederländische Rennstall sechs WM-Titel, 81 nationale Meisterschaften, zehn Weltcup-Siege sowie 27 Etappenerfolge bei großen Rundfahrten. Nach dem Abschied von Jan Raas im Jahr 2003 übernahm de Rooij den Chefposten bei Rabobank.

Bei der Tour hatte sich der frühere Radprofi lange Zeit geweigert, den zu dieser Zeit Führenden Rasmussen aus dem Rennen zu nehmen. Der Däne hatte sich dreimal in 15 Wochen Dopingkontrollen entzogen und falsche Aufenthaltsorte angegeben. Erst nachdem Rasmussen gestehen musste, auch de Rooij über seinen Aufenthaltsort belogen zu haben, nahm Rabobank den Dänen aus dem Rennen.

Sponsor Rabobank hat unterdessen den frühreren Utrechter Polizeichef Peter Vogelzang an die Spitze der internen Untersuchungskommission gesetzt. Bis Mitte Oktober sollen die Hintergründe um die Rasmussen-Affäre aufgeklärt werden.