Zitat der Woche:
"Ich kann noch gar nicht begreifen, dass ich jetzt Zweiter der Tour bin!"
(Gerolsteiner-Profi Bernhard Kohl nach der 15. Tour-Etappe)
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10.09.2007 - (sid/Ra) - Denis Mentschow (Rabobank) ist bei der Vuelta nicht zu stoppen. Der Russe hat die "Königsetappe" der 62. Spanien-Rundfahrt gewonnen und damit seine Führung in der Gesamtwertung erfolgreich verteidigt. Der Vuelta-Sieger von 2005 verwies auf dem zehnten Teilstück nach 220km von Benasque ins 2200 Meter hoch gelegene Andorra-Arcalis in 5:47,05 Stunden den Australier Cadel Evans (Predictor-Lotto) und den Spanier Samuel Sanchez (Euskaltel) zeitgleich auf die Plätze zwei und drei. Deutsche Fahrer spielten bei der Bergankunft keine Rolle. Als bester Gerolsteiner-Profi belegte der Schweizer Oliver Zaugg einen guten 14. Rang (+0:51), sein Teamkollege Tim Klinger zeigte ebenfalls eine passable Leistung und wurde mit rund drei Minuten Rückstand auf Mentschow 26.
Kurz vor der ersten Bergwertung des Tages hatte sich eine 18 Fahrer starke Ausreißergruppe um die Italiener Franco Pellizotti (Liquigas), Damiano Cunego (Lampre), Paolo Bettini (Quick.Step) und T-Mobile Giuseppe Guerini gebildet, die lange Zeit das Rennen bestimmte. Bis zu viereinhalb Minuten betrug der Vorsprung der Ausreißer. Erst im 17,3 km langen Schlussanstieg zerfiel die Gruppe. Das Hauptfeld, in dem CSC Tempo für Carlos Sastre machte, schluckte einen Ausreißer nach dem anderen. Auf der bis zu 8,5 Prozent steilen Passstraße ins andorranische Skigebiet hinauf attackierte zunächst Manuel Beltran (Liquigas) aus der Gruppe der Favoriten heraus. Aber der erfahrene Spanier konnte sich nicht entscheidend absetzen. Auch der Gesamtvierte Sastre und Vortagessieger Leonardo Piepoli (Saunier Duval) versuchten es mehrfach – ebenfalls erfolglos. Im flacheren Schlussteil ergriff Mentschow schließlich die Initiative und setzte sich klar vor seinen Rivalen im Gesamtklassement durch.
In der Gesamtwertung liegt der Rabobank-Kapitän weiterhin 2:01 Minuten vor seinem Landsmann Wladimir Efimkin (Caisse d'Epargne), der als Sechster das Ziel erreichte. Dritter ist weiterhin Evans mit einem Rückstand von 2:27 Minuten. Zaugg verbesserte sich auf Platz 19. "Oliver zeigt beständig gute Leistungen“, lobte Gerolsteiners Sportlicher Leiter Reimund Dietzen die Vorstellung des Schweizer Bergspezialisten. „Er ist wirklich gut drauf. Wir können daher jetzt sogar ein Auge auf die Gesamtwertung werfen, schließlich kommen ja noch ein paar Berge."
Sprint-Ass Oscar Freire (Rabobank) war unterdessen nach drei Tagessiegen in der ersten Woche zum Start des Teilstücks nicht mehr angetreten. Der Spanier begründete seinen Ausstieg mit der Vorbereitung auf die in zwei Wochen beginnende Weltmeisterschaft in Stuttgart (25. bis 30. September), bei der er seinen vierten Titel anpeilt.
Am Dienstag steht der erste Ruhetag für die Fahrer auf dem Programm. Die 11. Etappe führt tags darauf über 191,3 Kilometer von Oropesa del Mar nach Algemesi. Die Rundfahrt endet am 23. September.
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