Nach Gerichtsurteil gegen Drogendealer

Pantanis Familie fordert weitergehende Ermittlungen

15.01.2008  |  Rimini (dpa/Ra) - Für die Eltern des ehemaligen Tour-de-France-Siegers Marco Pantani bleibt der Drogentod ihres Sohnes auch nach Abschluss des Prozesses in Rimini rätselhaft. «Die Staatsanwaltschaft in Rimini hat ihr Verfahren beendet, diejenige in Forli hat dagegen neue Ermittlungen eingeleitet», sagte Pantanis Mutter Tonina nach dem Richterspruch der «La Gazzetta dello Sport». Bereits am 18. Januar soll sie erneut in Forli Aussagen. Sie verlangt weitergehende Ermittlungen.

Unterdessen verurteilte ein Gericht in Rimini einen Mann zu viereinhalb Jahren Gefängnis und zur Zahlung eines Schmerzensgeldes von 300 000 Euro an Pantanis Eltern. Der Drogendealer soll gemeinsam mit zwei bereits verurteilten Komplizen Pantani die tödliche Dosis Kokain verkauft haben. Pantani war am 14. Februar 2004 in Rimini tot in einem Hotelzimmer gefunden worden.

Die genauen Umstände seines Todes sind nach Ansicht von Pantanis Familie jedoch immer noch nicht ausreichend aufgeklärt. «Es gibt noch zu viele Rätsel», sagte Tonina Pantani. Ihr Mann Paolo beklagte erneut, dass sein Sohn durch die Doping-Ermittlungen in den Tod getrieben worden sei. «Marco hat bereits fünf Jahre vor seinem Tod zu sterben begonnen. Damals in Madonna di Campiglio. Dafür sind andere verantwortlich», sagte Paolo Pantani.

1999 war der Bergspezialist beim Giro dItalia wegen eines erhöhten Hämatokritwertes disqualifiziert worden. Dieser gilt als Hinweis auf Blutdoping. Pantani hatte trotz zahlreicher Hinweise stets jegliches Doping bestritten.

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