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11.03.2008 - Berlin (dpa/rsn) - Die Fahrern und Teams vom Radsport-Weltverband UCI für den Fall ihres Starts bei der Fernfahrt Paris-Nizza angedrohten Sanktionen sind bisher noch nicht ausgesprochen worden.
«Uns allen tut jetzt ein bisschen Ruhe gut. Alle Parteien nehmen jetzt eine Standort-Bestimmung vor. Diese Reflexionsphase sollte zumindest bis zum Ende von Paris-Nizza am Sonntag dauern», empfahl Milram-Teamchef Gerry van Gerwen. Henri van der Aat, Manager des Rabobank-Teams, erklärte dem niederländischen Fernsehen, dass er nicht mit Sperren für die Fahrer, sehr wohl aber mit Geldstrafen rechne.
20 Teams mit insgesamt 160 Profis waren dem Paris-Nizza- und Tour-de-France-Veranstalter ASO gefolgt und standen am Start. Die UCI hatte die Teilnahme verboten, weil sich die ASO außerhalb des Reglements des Dachverbandes gestellt hatte. UCI-Chef Pat McQuaid hatte bei Zuwiderhandlung einen umfangreichen Strafen-Katalog mit Sperren, Geldbußen und WM-Start-Verbot angedroht. Einen Tag nach dem Start der Traditionsfahrt in Amilly bei Paris hatte UCI- Sprecher Enrico Carpani erklärt: «Bisher gibt es keine Sanktionen.»
Der Machtkampf könnte zu einer Strukturänderung im Radsport führen. Van Gerwen baute der UCI am Dienstag eine Brücke. «Es gibt die Möglichkeit, eine neue Regierung zu wählen oder die alte zu reformieren. Aber ohne Regierung im Radsport geht es nicht.» Ähnlich äußerte sich auch Hans-Michael Holczer, Chef des zweiten deutschen ProTour-Teams Gerolsteiner: «Wir brauchen die UCI weiter.»
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