Profi-Radsport

60. Dauphiné Libéré: Hushovd in Gelb

Valverde siegt, Schröder auf Platz drei

09.06.2008 - (sid/rsn) - Björn Schröder (Milram) ist auf der ersten Etappe der Fernfahrt Dauphine Libere auf einen starken dritten Platz gesprintet. Der 27-jährige Berliner musste sich nach 194km auf der ansteigenden Zielgeraden in Privas lediglich dem neuen Gesamtführenden, dem Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole) sowie dem spanischen Tagessieger Alejandro Valverde (Caisse d'Epargne) geschlagen geben. Der deutsche Meister Fabian Wegmann (Gerolsteiner) wurde Vierter. Auf Platz fünf kam der Australier Cadel Evans (Silence-Lotto) vor Prolog-Gewinner Levi Leipheimer (Astana).

Leipheimer, Dauphine-Sieger von 2006, musste sein im Prolog gewonnenes Gelbes Trikot nach nur einem Tag wieder abgeben. Dem 34-jährigen Kalifornier und seinem Astana-Team dürfte das allerdings nicht unwillkommen sein. Hushovd, der nach dem Auftaktzeitfahren eine Sekunde Rückstand auf Leipheimer hatte, profitierte von einer Zeitgutschrift für seinen zweiten Platz. Valverde schob sich in der Gesamtwertung eine Sekunde hinter Hushovd auf Platz zwei und zog ebenfalls an Leipheimer vorbei.

"Mit dem Sieg heute habe ich ein Ziel schon erreicht", sagte Valverde nach dem Rennen. "Mal schauen, wie es in den Bergen läuft." Die ansteigende Zielgerade war wie geschaffen für den 28-jährigen, der seine Bergaufqualitäten ausspielen konnte. "Ich bin ein kompletter Fahrer", so Valverde, "aber auf einer flachen Strecke hätte ich einen Fahrer wie Hushovd niemals schlagen können. Der Sprint heute war etwas ganz Spezielles."

„Das war eine gute Etappe für uns heute“, freute sich Milrams Sportlicher Leiter Jochen Hahn. „Wir haben heute auf Björn gesetzt. Unsere Taktik heute hat sich ausgezahlt. Und die beiden vor ihm waren ja auch keine Schlechten.“ Als zweitbester Milram-Fahrer fuhr der slowakische U23-Weltmeister Peter Velits noch auf Rang neun.

Auch Gerolsteiners Sportlicher Leiter Christian Henn war mit dem Auftritt seiner Fahrer zufrieden. "Die Mannschaft hat eine starke Leistung geboten und ist vor allem im Finale toll gefahren", sagte Henn nach dem Rennen. "Auch Fabian hat alles gegeben. Er war einfach ein bisschen früh an der Spitze. So kamen die anderen noch vorbei."

Die zweite Etappe der achttägigen Tour-Generalprobe führt am Dienstag über 184 km von Bourg-Saint-Andeol nach Vienne. Kurz vor dem Ziel wartet auf das Peloton eine Bergwertung der vierten Kategorie.