Profi-Radsport

UCI dementiert L´Equipe-Meldung

Verwirrung um angebliche neue Dopingfälle

02.07.2009 - (sid/dpa) - Kurz vor dem Start der 96. Tour de France herrscht in Monte Carlo Verwirrung um mögliche neue Dopingfälle. Die für gewöhnlich gut informierte französische Sportzeitung L'Equipe hatte berichtet, dass vier bis sieben positive Blut- und Urinkontrollen vorlägen.

Nach Angaben der Zeitung, die im Verlag des Tour-Veranstalters ASO erscheint, handele es sich um positive Kontrollen aus den diesjährigen Schweizer Rundfahrten Tour de Romandie und Tour de Suisse. Noch vor dem Start der Tour in Monte Carlo werde mit der Bekanntgabe der Namen gerechnet. Die UCI dementierte jedoch umgehend. "Das ist falsch. Wir haben in den nächsten Tagen nichts im Visier. Es gibt keine anderen Fälle oder irgendeinen Zeitplan", sagte UCI-Sprecher Enrico Carpani dem Sportinformationsdienst sid.

Dagegen hatte die Nachrichtenagentur dpa Carpani mit den Worten zitiert: „Dass nach dem Fall Dekker weitere Tour-Ausschlüsse wegen Dopings erfolgen, kann ich nicht bestätigen.“ Die Enttarnung des von seinem Team Silence Lotto von der Tour zurückgezogenen Dekkers sei das Ergebnis des umfangreichen Blutpass-Programms des Weltverbandes. „Wir haben Dekker seit längerem beobachtet und haben mit neuen Methoden eingefrorene Proben von ihm in Köln nachuntersuchen lassen“, sagte Carpani. Dekker ist der sechste Fahrer, der seit dem 17. Juni aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei seinen Blutwerten aufflog.

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