Zitat der Woche:
"Ich kann mir keine bessere Vorbereitung auf die WM vorstellen."
(Tony Martin nach seinem Sieg bei der Eneco-Tour)
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12.03.2010 - (rsn/dpa) - Der Slowake Peter Sagan (Liquigas) hat die 5. Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza vor dem Italiener Mirco Lorenzetto (Lampre) und dem Spanier Alejandro Valverde (Caisse d'Epargne) gewonnen. Jens Voigt (Saxo Bank) belegte hinter dem Franzosen Matthieu Ladagnous (Française des Jeux) Platz fünf. Sechster wurde der Australier Simon Gerrans (Sky).
Der erst 20 Jahre alte Sagan konnte sich am letzten Anstieg kurz vor dem Ziel aus dem Hauptfeld absetzen und seinen zweiten Tageserfolg feiern. Im Ziel sank der Neoprofi vor Erschöpfung auf einem Rasenstück zusammen.
Die Führung in der Gesamtwertung verteidigte Alberto Contador. Der 27 Jahre alte Spanier wurde Tageszehnter und führt weiter vor seinem Landsmann Valverde und dem Tschechen Roman Kreuziger (Liquigas). "Ich fühle mich gut, aber das Ding ist noch lange nicht gewonnen", dämpfte Contador den Optimismus im eigenen Lager. Der Astana-Kapitän hatte das Traditionsrennen bereits 2007 gewonnen.
Einen schwarzen Tag erlebte Tony Martin (HTC-Columbia). Der 24-jährige Eschborner, der wegen Knieproblemen eine stockende Saisonvorbereitung hatte, fiel bereits am ersten Berg des Tages zurück und handelte sich im Ziel einen großen Zeitverlust ein.
Lange Zeit fuhr das Peloton geschlossen in Richtung Zielort. Die wenigen Attacken zu Beginn des Rennens blieben sämtlich erfolglos. Der Attacke des Französischen Meisters Dimitro Champion (Bbox Bouygues Telecom) an einer Steigung nach 40 Kilometern fiel unter anderem Tony Martin zum Opfer. Der Columbia-kapitän fand sich in einer etwa 30 Mann starken gruppe wieder, der nicht mehr der Anschluss an das feld gelang.
Champions Auftritt war 15 Kilometer später wieder vorbei. Erst 50 Kilometer vor dem Ziel setzten sich der Spanier Carlos Barredo (Quick Step), der Ukrainer Volodimir Gustov (Cervélo) und der Franzose Sylvain Calzati (Sky) vom Feld ab und konnten einen Vorsprung von 30 Sekunden herausfahren. Gemeinsam mit dem Esten Rein Taraamae (Cofidis), der noch aufschloss, konntem die Spitzenreiter ihren Vorsprung auf 1:20 Minuten ausbauen.
Das Feld blieb jedoch immer auf Tuchfühlung und holte die Ausreißer nacheinander wieder ein, so dass 20 Kilometer vor dem Ziel eine große Gruppe an der Spitze lag. An der letzten Steigung des Tages kurz vor dem Ziel attackierte dann Sagan und konnte seinen knappen Vorsprung vor der ersten großen Verfolgergruppe ins Ziel retten.