Ohne Licht im Tunnel unterwegs

Französische Polizei beendet Contadors Trainingsfahrt


Alberto Contador (Saxo Bank-SunGard) erkundet Bergetappen des 94. Giro d´Italia. Foto: ROTH

16.06.2011  |  Paris (dpa/rsn) - Ärger ohne Ende für Alberto Contador (Saxo Bank-SunGard): Der unter Dopingverdacht stehende Spanier wurde beim Training für die Tour de France in den französischen Alpen von der Polizei gestoppt. Der Grund: Contador war im Tunnel ohne Licht unterwegs. Der Zwischenfall habe sich bei der Abfahrt vom Col du Galibier unweit von Grenoble ereignet, berichtete die Sportzeitung L`Equipe.

Contadors Rechtfertigung, die Lichter des ihn begleitenden Teamfahrzeugs seien besser als jede Radbeleuchtung, ersparte dem dreifachen Tour-Sieger den Angaben zufolge zumindest einen Strafzettel. Das Training musste der 28-Jährige allerdings sofort beenden. Den Weg zurück ins Teamhotel musste er im Wagen zurücklegen. Die Behörden hätten danach im Hotel angerufen und sich bei Contador entschuldigt, hieß es.

Auf Contador sind die Franzosen zur Zeit nicht gut zu sprechen. In der jüngsten Umfrage eines Radiosenders sprachen sich mehr als 60 Prozent dafür aus, den Spanier bei der diesjährigen Tour (2. - 24. Juli) nicht an den Start zu lassen. Auch mehrere Konkurrenten und Funktionäre kritisierten die Startgenehmigung für Contador, auf den am 1. August ein Dopingverfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS wartet.

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