Profi-Radsport

Doping-Anhörung in Italien am 3. Februar

Kroatischer Verband verweigert Riccò die Lizenz

Foto vergrößern24.01.2012 - (rsn) – Der kroatische Radsport-Verband hat Riccardo Riccò eine Lizenz verweigert. Das erklärte Enrico Carpani, Sprecher des Radsport-Weltverbandes UCI, gegenüber velonation.com. Carpani reagierte damit auf Berichte, nach denen der kroatische Verband den 28 Jahre alte Italiener als lizensierten Fahrer auf seiner Homepage geführt hatte.

Riccò wollte für das kroatische Continental-Team Meridiana Kamen starten, bei dem er bereits im Juni 2011 einen Vertrag unterschrieben hatte. Die ablehnende Entscheidung erfolgte nach Carpanis Angaben aus formalrechtlichen Gründen, da Riccò keinen Wohnsitz in Kroatien hat, und nicht wegen des erneuten Doping-Verfahrens, das gegen den Giro-Zweiten von 2008 in Italien läuft.

In seiner Heimat ist Riccò sowohl vom nationalen Verband als auch vom Italienischen Olympischen Komitee CONI bereits im Sommer suspendiert worden. Riccòs Anhörung vor dem Anti-Doping-Tribunal findet am 3. Februar statt. Die Ankläger des CONI haben eine zwölfjährige Sperre gegen den Kletterspezialisten gefordert, der bereits von 2008 bis 2010 wegen CERA-Dopings hatte aussetzen müssen und dem diesmal Blutdoping vorgeworfen wird.

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