Große Ziele für 2013

Wiggins will den Giro und die Tour gewinnen


Bradley Wiggins bei der Tour-Präsentation | Foto: ROTH

17.12.2012  |  (rsn) – Fans und Fachleute rätseln seit Wochen, ob Bradley Wiggins (Sky) im kommenden Jahr beim Giro oder bei der Tour auf Sieg fahren wird. Der 32 Jahre alte Brite selber sorgte mit widersprüchlichen Äußerungen für Verwirrung. Zunächst erklärte Wiggins, bei der 100. Tour nur als Edelhelfer für seinen Teamkollegen Christopher Froome antreten und dafür beim Giro das Maglia Rosa anpeilen zu wollen.

In der vergangenen Nacht sorgte der erste britische Toursieger nun für Klarheit - und für einen Paukenschlag: Wiggins will sowohl die Frankreich- als auch die Italien-Rundfahrt gewinnen. Er wäre der erste Fahrer seit Marco Pantani 1998, dem das Double gelingen würde. Zuletzt scheiterte Alberto Contador im Jahr 2011 bei dem Versuch, die beiden schwersten Rundfahrten der Welt innerhalb eines Jahres zu gewinnen. Doch nach seinem überlegenen Sieg beim Giro fehlte dem Spanier bei der Tour die Frische und er musste sich mit Rang fünf im Gesamtklassement begnügen. Beide Ergebnisse wurden 29 Jahre alten Madrilenen aber gestrichen, nachdem er in Folge eines positiven Clenbuterol-Tests bei der Tour 2010 gesperrt wurde.

Wiggins, der am Sonntag zum britischen Sportler des Jahres gewählt wurde, kündigte bei der Preisverleihung seine großen Ziele für 2013 an. „Ich möchte den Giro d’Italia und direkt danach die Tour de France gewinnen. Man sagt, es sei unmöglich […). Also lasst es uns probieren“, sagte der Olympiasieger im Zeitfahren von London 2012 im Interview mit der Tageszeitung The Guardian.

Der Toursieger fügte der erfolgreichsten Saison seiner Karriere noch einen weiteren Höhepunkt an. Bei der von der britischen Rundfunkanstalt BBC organisierten Publikumswahl zur Sports Personality of the Year vereinte Wiggins 30,25 Prozent der Stimmen auf sich. Platz zwei ging mit 22,92 Prozent an die Mehrkämpferin Jessica Ennis, die in London die olympische Goldmedaille im Siebenkampf gewann. Tennisspieler Andy Murray, Olympiasieger- und Gewinner der US Open, kam auf 15,17 Prozent und wurde Dritter.

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