Teil 2 des Interviews mit Oprah Winfrey

Armstrong nennt lebenslange Sperre „Todesstrafe"


Lance Armstrong nannte Oprah Winfrey auch in der zweiten Ausstrahlung keine weiteren Namen. Foto: Peter Foley

19.01.2013  |  Austin (dpa) - Im zweiten Teil seines TV-Interviews hat Lance Armstrong seine lebenslange Sperre als „Todesstrafe bezeichnet. „Ich verdiene es, bestraft zu werden, aber ich bin nicht sicher, ob ich die Todesstrafe verdiene", sagte Armstrong im Gespräch mit Star-Moderatorin Oprah Winfrey.

„Was haben andere Sportler bekommen?", fragte der US-Amerikaner und spielte damit auf Marion Jones an. Der frühere Leichtathletik-Star musste wegen zweimaligen Meineides 2008 für sechs Monate ins Gefängnis. „Ich erhalte die Todesstrafe und sie bekommen sechs Monate. Ich sage nicht, das ist unfair, aber es ist anders."

Einen Tag nach der Ausstrahlung des ersten Teils, in dem der 41 Jahre alte Armstrong Doping bei all seinen sieben Tour-de-France-Siegen gestanden hatte, äußerte Armstrong die Hoffnung, „irgendwann wieder an Wettkämpfen teilzunehmen".

Armstrong betonte in dem Gespräch auch, dass sein Rücktritt als Vorsitzender seiner Krebsstiftung der „erniedrigendste Moment" seiner Karriere gewesen sei. Der Texaner hatte die Lance Armstrong-Foundation (auch Livestrong genannt) im Jahr 1997 in seiner Heimatstadt Austin gegründet. Nachdem die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA umfangreiches Beweismaterial gegen ihn gesammelt hatte, gab er seinen Posten im Herbst auf. Sein Rücktritt sei das Beste für die Stiftung gewesen. „Aber es hat sehr wehgetan. Sie war wie mein sechstes Kind."

Zudem erklärte Armstrong, dass er sich zu dem Interview mit Winfrey  entschieden habe, damit seine fünf Kinder nicht länger unter der Sache leiden müssten.

Bereits am Donnerstag hatte der 41-Jährige im ersten Teil des Interviews jahrelanges und systematisches Doping zugegeben.


 

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