Nach dem Sieg in der Wasserschlacht

Martin: „Champagner ist besser als Regen"


Martin und Teamkollegen bei der Champagnerdusche | Foto: ROTH

06.03.2013  |  (rsn) - „Champagner ist schon besser als Regen", sagte Tony Martin, nachdem die Omega Pharma-Quick-Step-Truppe das Teamzeitfahren zum Auftakt des Tirreno-Adriatico gewonnen und sich bei der Siegerehrung mit dem Inhalt der Champagnerflaschen gegenseitig abgeduscht hatten.

Der Siegertrunk hatte den Regen, der den ganzen Tag über die Fahrer erst beim Proberitt und dann im Wettkampf durchweicht hatte, endlich vergessen gemacht. „Ein so regnerisches Mannschaftszeitfahren habe ich noch nie erlebt", sagte Mark Cavendish auf der Pressekonferenz. Der Brite war nach 17 Kilometern von San Vincenzo nach Donoratico als Erster über die Linie gefahren und wird damit das blaue Führungstrikot auf der morgigen Etappe tragen.

„Wir haben es vorher entschieden, dass ich als Erster reinfahre. Aber jetzt nachträglich betrachtet, hat es Tony vielleicht mehr verdient. Er hat ja die Hälfte der Arbeit geleistet", lobte Cavendish den Zeitfahrweltmeister. „Vielleicht gebe ich es ihm ja in den nächsten Tagen ab", blickte er auf den weiteren Verlauf der Fernfahrt voraus.

Cavendish betonte, bei seinem neuen Team richtig aufzublühen. „Ich habe hier neue Energien gefunden. Vielleicht war der Druck durch den Weltmeistertitel vorher so groß oder die Tatsache, bei Team Sky zu fahren. Jetzt macht es mir richtig Spaß. Ich habe zu diesem frühen Zeitpunkt so viele Rennen wie noch nie zuvor gefahren. Es macht einfach Spaß", sagte der 27-Jährige.

Unterwegs hatte es nur eine Schrecksekunde gegeben, als der Omega-Express einem Mannschaftswagen des vorher gestarteten Teams Vacansoleil-DCM nahekam. „Wahrscheinlich hat der Mann einen abgefallen Fahrer begleitet oder einfach nur geträumt. Wenn wir mit einer Sekunde Rückstand verloren hätten, hätten wir ihn uns sicher vorgenommen", flachste Rolf Aldag gegenüber Radsport News. Der Westfale war mit der Leistung seiner Männer vollauf zufrieden. „Wir haben zwar früh drei Mann verloren, aber die hatten vorher ihre Arbeit geleistet. Wir konnten uns bei den schwierigen Bedingungen voll auf unser Material verlassen. Das hat Sicherheit gegeben", erklärte Aldag.

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