Orica geht in Buninyong leer aus

Bobridge mit 90-Kilometer-Flucht ins Australische Meistertrikot

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Jack Bobridge ist zum zweiten Mal nach 2011 Australischer Meister geworden. | Foto: Team Trek-Segafredo

10.01.2016  |  (rsn) – Nach einer famosen Flucht über 90 Kilometer hat sich Jack Bobridge (Trek-Segafredo) zum zweiten Mal nach 2011 den australischen Meistertitel im Straßenrennen gesichert. Damals hatte der mittlerweile 26-Jährige in ganz ähnlicher Manier – mit einem Soloritt über 30 Kilometer - triumphiert.

“Ich denke, ich werde heute Nacht ziemlich gut schlafen“, meinte Bobridge nach dem ersten Sieg im Trikot seines neuen Trek-Segafredo-Teams. “Einen nationalen Titel zu gewinnen ist großartig. Das ist ein großer Sieg für mich und das Team, denn Trek-Segafredo hat an mich geglaubt und mir eine zweite Chance gegeben.“

Der Australier war nach einer Saison beim australischen Drittdivisionär Budget Forklifts zur Saison 2016 zum US-Rennstall in die WorldTour zurückgekehrt. Zuvor hatte Bobridge drei durchwachsene Jahre beim Belkin-Team verbracht, dem Vorgänger von LottoNL-Jumbo. Bei den letztjährigen Australischen Meisterschaften hatte er den sechsten Platz belegt, dem er kurz darauf auf der 1. Etappe der Tour Down Under einen Sieg folgen ließ.

2:52 Minuten hinter Bobridge fuhr in Buninyong Cameron Meyer (Dimension Data) als Zweiter über den Zielstrich. Der 27-Jährige hatte 35 Kilometer vor dem Ziel aus dem Feld heraus attackiert, aber den zu diesem Zeitpunkt noch sieben Minuten betragenden Abstand zu Bobridge nicht mehr entscheidend verkürzen können. “Ich bin mit der Silbermedaille zufrieden. Es ist schließlich das erste Mal, dass ich im Straßenrennen auf dem Podium stehe. Leider hat man Bobridge einen zu großen Vorsprung zugestanden“, kommentierte Meyer, Neuzugang bei  Dimension Data, das Ergebnis.

Großer Verlierer des Tages war das Orica-GreenEdge-Team, das nur einen Fahrer ins Ziel brachte, nämlich Simon Gerrans auf Rang sechs. “Als der Vorsprung von Bobridge auf neun Minuten hochging, sind wir in die Nachführarbeit eingestiegen. Die Runden vergingen, aber der Abstand reduzierte sich einfach nicht. Natürlich kann man sagen, dass wir hätten früher Fahrer in die Nachführarbeit hätten schicken müssen. Aber einen solchen Rennverlauf hätte wohl auch niemand vorhergesagt“; sagte Orica-Teamchef Matt White. Auch BMC mit Zeitfahrmeister Dennis Rohan und Richie Porte spielte keine Rolle. Beide stiegen vorzeitig vom Rad.

Bobridge hatte sich im 183,6 Kilometer langen Meisterschaftsrennen bereits in der ersten von insgesamt 18 Runden am Mount Buninyon mit 20 weiteren Fahrern vom Feld abgesetzt. Schließlich konnte sich der Trek-Neuzugang gemeinsam mit Bernhard Sulzberger (Drapac) aus der Spitzengruppe lösen. Noch vor Halbzeit des Rennens schüttelte Bobridge auch seinen letzten Begleiter ab und verteidigte in der Folge seinen komfortablen Vorsprung. Hinter Meyer (Dimension Data) komplettiert Patrick Lane (Avanti) das Podium.

 

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