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“Verliere normal keine zweieinhalb Minuten“

Bernal mit Blick aufs Zeitfahren bereits optimistisch

Von Felix Mattis

Foto zu dem Text "Bernal mit Blick aufs Zeitfahren bereits optimistisch"
Egan Bernal (Ineos Grenadiers) | Foto: Cor Vos

26.05.2021  |  (rsn) – Egan Bernal (Ineos Grenadiers) hat sich bislang sehr offensiv gezeigt bei diesem 104. Giro d'Italia. Der Kolumbianer folgte allen Angriffen der Konkurrenz und holte dann auch selbst Zeit heraus, wo er nur konnte. Das resultierte darin, dass er nach zwei Wochen Italien-Rundfahrt bereits 2:24 Minuten Vorsprung auf den Zweitplatzierten Damiano Caruso (Bahrain – Victorious) hat - und mehr als vier Minuten auf all jene, die derzeit nicht auf dem Podium stehen.

Gut möglich, dass das Bernals Fahrweise in den kommenden Tagen etwas ändert. Denn der Tour-Sieger von 2019 ist inzwischen der Meinung, dass die Abstände groß genug sind, um das Rosa Trikot am Sonntag im 30 Kilometer langen Abschlusszeitfahren in Mailand zu verteidigen.

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"Ich bin kein Spezialist, aber normalerweise verliere ich keine zweieinhalb Minuten in einem flachen Zeitfahren", meinte Bernal am Dienstag auf einer Online-Pressekonferenz seines Teams am zweiten Giro-Ruhetag und betonte: "Natürlich ist es wichtig, noch frisch genug zu sein, weil es der letzte Tag einer Grand Tour ist. Man muss in guter Verfassung sein. Aber wenn alles weiterhin gutgeht, glaube ich nicht, dass ich meinen Vorsprung dort verliere."

Caruso gilt als etwas besserer Zeitfahrer als Bernal – und der russische Gesamtvierte Aleksandr Vlasov (Astana – Premier Tech) erst recht. Alle anderen Verfolger des Kolumbianers aber sind im flachen Kampf gegen die Uhr vergleichbar einzuschätzen wie er. Und angesichts der aktuellen Kräfteverhältnisse ist davon auszugehen, dass Bernal mit mehr Reserven nach Mailand kommt, als die Konkurrenz, was letztlich sogar dafür sorgen könnte, dass er dort nochmal Zeit gewinnt, anstatt sie zu verlieren.

Das Thema Frische wird dabei wichtig sein, und natürlich auch der Zustand des Rückens von Bernal. Der nämlich schmerze weiterhin manchmal, erklärte er. "Glücklicherweise tun die Beine aber mehr weh", scherzte der Kolumbianer, der mit der Prämisse in den Giro gestartet war, zunächst zurückhaltend zu fahren, um seinen Rücken nicht zu überlasten. Dann lief es gut und Bernal wurde immer offensiver.

Nun aber könnte der Punkt erreicht sein, wo er wieder auf Nummer sicher zurückschaltet: Mehr Vorsprung herauszuholen, scheint nicht mehr nötig. Und sowohl für den Rücken, als auch in Sachen Frische fürs Abschlusszeitfahren wäre es wohl hilfreich, nur noch zu tun, was nötig ist, um keine Zeit zu verlieren. Aber nicht mehr auf Biegen und Brechen weitere Sekunden herausholen zu wollen.

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