Ziele: Kopfsteinklassiker und Tour

Boonen plant schon für die neue Saison

26.09.2006  |  (Ra) - Nach dem fantastischen Jahr 2005 mit Siegen bei der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix sowie dem Weltmeistertitel im Herbst wuchsen die Bäume für Belgiens Superstar Tom Boonen in dieser Saison nicht gerade in den Himmel. Zwar verteidigte der 25-jährige Quick Step-Kapitän Anfang April seinen Titel bei der Flandern-Rundfahrt. Aber dem vielversprechenden Frühjahr folgte eine enttäuschende Tour de France. Boonen, als Topfavorit bei Jagd nach dem Grünen Trikot angetreten, konnte keinen einzigen Etappensieg landen und musste auf dem 15. Tagesabschnitt mit Atembeschwerden vorzeitig aussteigen.

Im Spätsommer lief es dann wieder besser. Er gewann drei Etappen der Benelux- und eine bei der Großbritannien-Rundfahrt. Beim WM-Straßenrennen in Salzburg gehörte „Tommeken“, wie er von seinen belgischen Fans genannt wird, zu den Favoriten auf Gold. Für den Titelverteidiger sprang dann aber nur Platz neun heraus - ein ernüchterndes Ende einer insgesamt guten, aber gemessen an Boonens Ansprüchen doch eher mittelprächtigen Saison.

Jetzt plant der Flame mit Wohnsitz in Monte Carlo schon für das neue Jahr. Eines scheint bereits festzustehen: Viel wird der Vielfahrer Boonen, der rund acht Monate im Jahr Rennen bestreitet, nicht ändern. Gegenüber dem Internetportal sportwereld.be kündigte er an, eventuell das Amstel Gold Race in sein Rennprogramm aufnehmen zu wollen. Saisonhöhepunkte blieben aber weiterhin die Kopfsteinpflaster-Klassiker des Frühjahrs und die Tour de France.

Noch völlig offen ist, ob Boonen bei der WM in Stuttgart antreten wird. Nationaltrainer Carlo Bomans glaubt, dass der Kurs viel schwerer sein wird als der von Salzburg. „Das ist etwas für Fahrer, denen der Fleche Wallone liegt“, so Bomans. „Für Tom wird das ein hartes Stück Arbeit.“

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