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27.11.2013 | (rsn) – Kann Cadel Evans im Alter von 37 Jahren den Giro d’Italia gewinnen? Davon ist zumindest BMC-Teammanager Alan Peiper überzeugt. Zu der optimistischen Beurteilung der Chancen seines Landsmann gelangte der Australier auch aufgrund von Evans’ drittem Platz in dieser Saison.
„Ich weiß, wie er den Giro gefahren ist, mit einer alles anderen als perfekten Vorbereitung, und wie er zum Ende der Saison gefahren ist. Er hat immer noch jede Menge Energie im Tank und ich glaube fest daran, dass er den Giro gewinnen kann“, sagte Peiper zu cyclingnews.com.
Evans, der am 14. Februar seinen 37. Geburtstag feiert, versuchte sich in diesem Jahr am Double aus Giro d’Italia und Tour de France, musste aber wie viele andere Fahrer vor ihm auch feststellen, dass es im modernen Radsport kaum noch möglich ist, die beiden bedeutendsten Rundfahrten in einer Saison zu gewinnen. Zuletzt schaffte der Italiener Marco Pantani im Jahr 1998 – in der Hochzeit der EPO-Ära - dieses Kunststück.
Bei der Frankreich-Rundfahrt 2013 bekam der Gesamtsieger von 2011 seine Grenzen von den deutlich jüngeren Konkurrenten aufgezeigt. Daraus zog Evans gemeinsam mit der Teamleitung die Konsequenz und kündigte vor einigen Wochen bereits an, auf die Tour verzichten und sich stattdessen auf den Giro zu fokussieren zu wollen.
Bei der Präsentation im Oktober in Mailand zeigte sich der Routinier schon mal angetan von der Strecke. „Sie ist etwas ausgewogener (als in der Vergangenheit, d. Red). Es gibt zwar viele Etappen für Kletterer, aber es gibt auch das 47km-Zeitfahren, wo ein reiner Kletterer wird kämpfen müssen, um keine Zeit zu verlieren“, meinte der BMC-Kapitän damals.
Allerdings wurde das Zeitfahren durch die Barolo-Weinregion von den Organisatoren auf Wunsch der piemontesischen Regionalregierung mittlerweile mit einigen zusätzlichen Anstiegen versehen.
Doch weder die geänderte Zeitfahrstrecke noch Evans’ hohes Radsportalter werden nach Peipers Meinung negative Folgen haben. „Wir müssen gar nicht über das Alter reden, weil er diese Frage bereits in den vergangenen fünf Jahren immer wieder (mit seinen Leistungen, d. Red.) beantwortet hat“, meinte der BMC-Sportchef. „Ob es sein letztes Jahr sein wird oder nicht, man kann sicher sein, dass er heiss sein wird, wenn der Giro beginnt. Daran glaube ich zu 100 Prozent.“