Die Ronde nutzt das neue UCI-Reglement

Flandern-Rundfahrt für Frauen wird härter und länger

Von Felix Mattis


Lizzie Armitstead (Boels-Dolmans) und Emma Johansson (Wiggle-High5) setzen sich am Paterberg von der Konkurrenz ab. | Foto: Cor Vos

01.12.2016  |  (rsn) - Die Veranstalter der Flandern-Rundfahrt wollen den Status ihres Rennens als wichtigstem Eintagesevent im Frauen-Kalender neben den Weltmeisterschaften unterstreichen und haben deshalb auf die gelockerten UCI-Regularien in Sachen Maximaldistanz reagiert. Bislang mit 140 Kilometern genau am Limit des Regelwerks gelegen wird die "Ronde" im kommenden Jahr 153,3 Kilometer lang sein. Die UCI erlaubt ab 1. Januar bis zu 160 anstatt nur 140 Kilometer lange Eintagesrennen für Frauen.

Doch die Distanz allein ist nicht die einzige Neuerung. Anstatt zehn stehen am 2. April nun zwölf Hellinge auf dem Programm, darunter die auch bei den Männern wieder eingeführte "Muur van Geraardsbergen", ein 1.075 Meter langer und im Schnitt 9,3 Prozent steiler Kopfsteinpflasteranstieg hinauf zur Kapelle auf dem Oudenberg. Die Muur wird als siebter der zwölf Hellinge nach 94 Kilometern überquert.

Zuvor geht es bei Kilometer 56 über den Achterberg (1.500m bei 4,3%), bei Kilometer 63 über den Eikenberg (1.200m bei 5,2%), bei Kilometer 66 über den Wolvenberg (645m bei 7,9%), bei Kilometer 75 über den Leber (950m bei 4,2%), bei Kilometer 79 über den Berendries (940m bei 7%) und bei Kilometer 84 über Tenbosse (450m bei 6,9%).

Nach der Muur-Überfahrt wird es noch einmal ruhiger, bevor bei Kilometer 112 mit dem Pottelberg langsam das Finale eingeläutet wird. Es folgen der Kanarieberg (1.000m bei 7,7%) bei Kilometer 118, der Kruisburg (2.500 bei 5%) bei Kilometer 127 sowie zehn Kilometer später das gefürchtete Duo aus Oude Kwaremont (2.200m bei 4%) und Paterberg (360m bei 12,9%). Vom letzten Helling bis ins Ziel sind es trotzdem noch 13 Kilometer harte Verfolgungsjagd im Flachen bis nach Oudenaarde zurück, wo das Rennen auch begonnen hat.

In diesem Jahr setzte sich Lizzie Armitstead (heutige Deignan / Boels-Dolmans) im Sprint eines Spitzenreiterduos vor Emma Johansson (Wiggle-High5) durch - zwei Sekunden vor einer achtköpfigen Verfolgergruppe um die beste Deutsche, Claudia Lichtenberg (Lotto-Soudal). Der entscheidende Angriff von Armitstead und Johansson erfolgte zwischen Oude Kwaremont und Paterberg nachdem bereits am Kwaremont eine harte Selektion stattfand. Gut möglich, dass durch den schwereren Parcours diesmal schon weniger Fahrerinnen gemeinsam den Kwaremont-Anstieg erreichen.

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