Kalifornien-Rundfahrt: Pole muss Gelb abgeben

Majkas Zeitfahrqualitäten reichen noch nicht aus


Rafal Majka im Einzelzeitfahren der 12. Tour of California | Foto: Cor Vos

20.05.2017  |  (rsn) – Dass  er ein begnadeter Kletterer ist, das hat Rafal Majka (Bora-hansgrohe) in der Vergangenheit zuhauf bewiesen. Was ihm zu einem kompletten Rundfahrer noch fehlt, sind Zeitfahrqualitäten. Daran arbeitete der Pole nach seinem Wechsel von Tinkoff zu Bora-hansgrohe zwar im Winter. Doch es reichte noch nicht, um bei der Kalifornien-Rundfahrt im Kampf gegen die Uhr sein Gelbes Trikot zu verteidigen.

Mit 59 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger Joe Dibben (Sky) zog sich Majka am Big Bear Lake zwar achtbar aus der Affäre und konnte den auf dem Papier schärfsten Widersacher Andrew Talansky (Cannondale-Drapac) im Gesamtklassement eine Sekunde hinter sich halten. Allerdings machte Majka der Neuseeländer George Bennet (LottoNL-Jumbo) – auch nicht als Zeitfahrkoryphäe bekannt – einen Strich durch die Rechnung. Der Kletterspezialist  nahm Majka, der Rang 22 belegte, als Tagesdritter 41 Sekunden auf 24 Kilometern ab. Damit hat Bennett vor der Schlussetappe deutliche 35 Sekunden Vorsprung auf den Bora-Kapitän, der nun wohl keinen Gedanken an den Gesamtsieg mehr zu verschwenden braucht.

“Ich bin etwas enttäuscht, denn ich wollte diese Rundfahrt gewinnen“, stellte Majka nach der 7. Etappe fest und nannte zwei Gründe dafür, dass es letztlich nicht reichte, um seine Spitzenposition zu behaupten: “Meine Beine waren heute nicht perfekt, auch wenn ich bis zum Ende gekämpft habe, hat es heute nicht gereicht.“ Und: “Es war mein erstes Einzelzeitfahren dieses Jahr, und das fühlt sich einfach ganz anders an.“

Der Polnische Meister zog aus seinem durchaus Mut machenden Auftritt am Big Bear Lake die Konsequenz: “Ich muss noch mehr auf meinem Zeitfahrrad trainieren, denn ich möchte diese Rennen gewinnen. Auch wenn ein zweiter Platz in der Gesamtwertung hier ein gutes Resultat ist.“

Dem stimmte Majkas Sportlicher Leiter Patxi Vila zu. “Ich denke, dass sich die Veränderungen, die wir diesen Winter an seiner Zeitfahrposition vorgenommen haben, auszahlen werden. Er braucht aber noch mehr Training, um sich darauf besser einzustellen", sagte der Spanier.

 

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