Norwegischer Verband vor dem Bankrott?

Straßen-WM in Bergen war ein finanzielles Fiasko

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Zielsprint des WM-Straßenrennens von Bergen. | Foto: Cor Vos

01.10.2017  |  Bergen (dpa) - Eine Woche nach dem Finale der Straßen-WM von Bergen zeichnet sich ein finanzielles Fiasko ab. "Wir kommen definitiv in den Roten Bereich", sagte der zuständige Event-Manager Helge Stormoen zu cyclingnews.com. Erst in einigen Wochen sollen die gesamten Kosten feststehen. Das ursprüngliche WM-Budget habe umgerechnet 16,5 Millionen Euro betragen, sei aber auch aufgrund erhöhter Sicherheitsmaßnahmen, aber auch wegen des veränderten Wechselkurses weit überschritten worden.

Norwegische Medien mutmaßten, dass der Radsport-Verband des Landes vor dem Bankrott stehe, wenn die Regierung nicht weitere Millionen Euro zuschieße. Aus der Not heraus versuchen die WM-Veranstalter über Crowdfounding das Minus zu reduzieren. 375 00 Euro seien bis zum jetzigen Zeitpunkt über Sammlungen unter Fans hereingekommen. "Das zeigt, dass das Publikum die fantastischen Momente genossen hat, und dass die Weltmeisterschaft den Leuten von Bergen etwas bedeutet hat", sagte Stormoen.

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