Erfinder und Amateur-Radsportler Gaston Lagaffe

Motor-Doping: Erster Fall bereits 1973 in Belgien

Von Wolfgang Preß

Foto zu dem Text "Motor-Doping: Erster Fall bereits 1973 in Belgien"
| Foto: Casterman

02.10.2017  |  Wie unser eifriges rsn-Recherche-Team heute nach langer, intensiver Fahndung (vor allem in seinen eigenen Bücherregalen) enthüllen konnte, gibt es Motor-Doping im Radsport nicht erst seit Femke van den Driessche.

Aber immerhin hat den ersten batterie-betriebenen Rahmen-Motor ein Landsmann von Femke entwickelt, der Erfinder und Amateur-Radsportler Gaston Lagaffe aus Brüssel - wenn auch bereits vor über 40 Jahren.

Sein Vater, der belgische Comic-Zeichner André Franquin, produzierte im Jahr 1973 eine ganze Reihe von Werbe-Strips für die Batterien des Elektro-Konzerns Philips - von irgendwas müssen ja auch Erfinder leben...

Unter diesen Kurzgeschichten findet sich eine, in welcher der auch in anderen Comics dem Radsport zugeneigte Gaston bei einem Bergrennen seine Konkurrenten mühelos deklassiert.

Die Doping-Probe nach seinem Sieg lehnt er ab, da er etwas viel besseres habe: einen Elektromotor am Tretlager, und Batterien im Rahmen. Und für besonders harte Berg-Etappen empfiehlt Gaston, auf jeden Fall Philips-Batterien zu verwenden.

Die insgesamt 14 Philips-Strips wurden in den letzten Gaston-Band mit unveröffentlichten Geschichten aufgenommen, der 1999, zwei Jahre nach Franquins Tod erschien. Der Name der Batterien wurde damals in "Bidule" geändert.

Auf Deutsch ist die Motor-Doping-Geschichte in Band 19 der Gaston-Neuausgabe beim Carlsen Verlag erhältlich.

Weiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößernWeiteres Foto - mit Klick vergrößern
RADRENNEN HEUTE
  • Keine Termine