Australier nach Defekt doch noch im Sprint

Limburg: Ewan fehlt gegen Thijssen nur wenig zur Sensation

Von Kevin Kempf

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Nur Gerben Thijssen (Intermarché – Circus – Wanty, rechts) konnte Caleb Ewan (Lotto - Dstny) nach dessen Aufholjagd stoppen. | Foto: Cor Vos

29.05.2023  |  (rsn) – Gerben Thijssen (Intermarché – Circus – Wanty) hat die Ronde van Limburg (1.1) im Massenspurt gewonnen. Star des Finales war aber Caleb Ewan (Lotto – Dstny), der nach einem Defekt mit deutscher Hilfe gerade noch rechtzeitig zum Sprint wieder nach vorn kam und vor Stanislaw Aniolkowski (Human Powered Health) und Tim Merlier (Soudal – Quick-Step) Zweiter wurde.

Mit noch 6,5 zu fahrenden Kilometern stand Ewan am Straßenrand. “Wir hatten das siebzehnte Auto. Warten hätte zu lang gedauert“, meinte der Australier, der deswegen das Arbeitsgerät von seinem Teamkollegen und 1,86 Meter großen Landsmann Jarrad Drizners bekam. Dieses war ihm allerdings zu groß, weswegen er nur im Wiegetritt wieder an das Feld heranfahren konnte. Kurz nachdem Michael Schwarzmann ihm sein Bike gegeben hatte, war auch das Betreuerauto von Lotto Dstny schon zur Stelle und Ewan erhielt beim dritten Wechsel seinen Reserveboliden.

Vom Uno-X-Mannschaftswagen wurde er bis ans Feld herangefahren, dort wartete Rüdiger Selig, der drei Kilometer vor dem Ziel die letzten Meter zufuhr. Während vorn attackiert wurde, pilotierte der Deutsche seinen Kapitän durchs Feld, dessen Spitze er kurz vor dem Teufelslappen erreichte. “Das war eine schwere Verfolgungsjagd. Vorne wurde natürlich Vollgas gefahren. Als ich wieder im Peloton war, war ich schon ziemlich platt, um ehrlich zu sein“, blickte Ewan zurück.

Kurz danach begann der Sprint, den Merlier zu viel zu früh eröffnete. Der hinter ihm lauernde Thijssen profitierte, an ihm kam Ewan nicht mehr vorbei. “Letztes Jahr bin ich gestürzt, jetzt lief alles so, wie ich es wollte. Wir haben - im Gegensatz zu anderen Teams - das ganze Rennen lang Verantwortung übernommen. Dann ist es fantastisch, die Jungs so zu belohnen“, jubelte der Sieger im Zielinterview.

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