Die Stimmen zur 6. Etappe der Vuelta a Espana 2025

Traeen: “Ich denke, er schuldet mir in Madrid ein paar Bierchen“

Von Kevin Kempf

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Torstein Traeen (Bahrain Victorious) ist der neue Gesamtführende. | Foto: Cor Vos

28.08.2025  |  (rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat seinen Ausreißerkollegen auf der 6. Etappe der Vuelta a Espana 2025 keine Chance gelassen. Sein Teamgefährte Juan Ayuso trübte die Freude aber etwas, da der Spanier nicht mit den Besten mithalten konnte.

Tageszweiter wurde Torstein Traeen (Bahrain Victorious), der das Rote Trikot von Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) übernahm. Der Däne setzte sich im Finale nach Le Tignes kurz mit Giulio Ciccone (Lidl – Trek) ab, letztendlich kamen aber die besten zwölf Klassementfahrer gemeinsam ins Ziel.

In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 6. Etappe der Vuelta a Espana 2025:

Jay Vine (UAE – Emirates – XRG / Etappensieger / Flash-Interview): “Ich wohne in der Nähe und kenne die Straßen hier ganz gut und der Alto De La Comella (an dem er attackierte, d.Red.) ist mein Lieblingsberg. Ich wollte da bergauf eigentlich noch ein wenig härter fahren, aber mit dem Gegenwind war es so auch anstrengend genug. Auf der Abfahrt habe ich dann entschieden, dass hier eine gute Chance wäre, wegzukommen. Vor vier Wochen habe ich eine Anruf bekommen, bei der Vuelta zu starten. Eigentlich sah mein Plan anders aus und hier jetzt in Andorra zu gewinnen, ausgerechnet vor meinem Sohn und meiner Frau, ist unglaublich.“

Torstein Traeen (Bahrain Victorious / Zweiter / Flash-Interview): “Es fühlt sich sehr unerwartet an, muss ich sagen. Vor zwei Tagen habe ich mit Johannes (Staune-Mittet) über die Norweger im Roten Trikot gesprochen. Er hat zu mir gesagt, ich sei ein Loser, weil ich so knapp dran bin. Dann habe ich geantwortet: ‘Wenn ich nach Andorra in Rot bin, kannst du mich nicht mehr so nennen.‘ Ich denke, er schuldet mir in Madrid ein paar Bierchen.

Bruno Armirail (Decathlon - AG2R / Vierter / Eurosport): “Er (Vine) sah so stark aus, aber trotzdem hatte ich natürlich das Rote Trikot im Kopf. Obwohl ich jetzt im Gesamtklassement Zweiter bin, bin ich enttäuscht. Ich habe gar nicht so genau gesehen, als Jay attackiert hat, weil ich bei der Abfahrt weiter hinten war und es dann am letzten Anstieg so unglaublich schnell war. Ich war auch der Erste, der dann aus der Verfolgergruppe rausfiel. Dann habe ich nochmal versucht Geschwindigkeit aufzunehmen, habe aber auch gemerkt, dass ich nach der Dauphine nicht so das wirkliche Selbstbewusstsein habe.

Antonio Tiberi (Bahrain Victorious/ 15. / Eurosport): “Ich bin ziemlich müde, habe mich heute aber gut gefühlt und für uns war dies natürlich der beste Tag bei der Vuelta. Ich konnte meinen Plan gut umsetzen und merke, dass ich mich von Tag zu Tag besser fühle. Torstein (Traeen) aus meinem Team hat es total verdient, heute ins Leadertrikot gefahren zu sein. Wir wollen jetzt sehen, wie wir das morgen weiterführen können. Da erwarten wir eine ähnliche Etappe wie heute – genauso explosiv und hart im Finish.“

Juan Ayuso (UAE – Emirates – XRG / 62. / Eurosport): “So etwas kann immer mal passieren und ich hatte mich natürlich auf die Vuelta gut vorbereitet. Die Absprache mit dem Team war, dass ich es hier in Spanien versuchen soll, aber ich fühle mich nicht wirklich gut. Ich wusste von Beginn an, wie ich mich fühlen würde, aber ich glaube das war der Öffentlichkeit nicht so ganz deutlich. Natürlich haben alle große Erwartungen an mich und das Team.“

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