Slowene beendete Saison in Singapur

Roglic über Lipowitz: “Natürlich kann er mithalten“

Von Jan Zesewitz

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Primoz Roglic und Florian Lipowitz (beide Red Bull - Bora - hansgrohe) bei der Tour de France. | Foto: Cor Vos

03.11.2025  |  (rsn) – Für Primoz Roglic (Red Bull – Bora – hansgrohe) ging die Saison endgültig mit dem Tour-Kriterium in Singapur zu Ende. Der 35-Jährige feierte 2025 – aus seiner Sicht - "nur“ drei Siege, musste den Giro d’Italia sturzbedingt beenden und wurde bei der Tour de France Achter. Dort stand er im Schatten seines Co-Kapitäns Florian Lipowitz, der sensationell Dritter wurde und das Weiße Trikot des besten Jungprofis gewann. Im Interview mit der spanischen Zeitung Marca sprach er in Singapur über seine Saison, das kommende Jahr beim Raublinger Rennstall und seine Teamkollegen.

"Natürlich kann er mithalten", sagte Roglic auf die Frage nach seinem deutschen Kompagnon und dessen Aussichten im Kampf gegen Tadej Poogacar (UAE – Emirates – XRG) und Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike). "Er stand auf dem Podium und hat sehr gute Leistungen gezeigt. Er hat bei vielen WorldTour-Rennen Podiumsplätze erreicht, von dem her: klar kann er mithalten. Ob es reicht, um zu gewinnen, ist schwer zu sagen. Es ist schwer, das jetzt direkt zu sagen, aber ist dabei. Ich sehe keinen Grund, warum er das nicht wieder schaffen sollte. Wir hoffen, dass er noch besser wird."

Nun wurde den beiden Kapitänen mit Remco Evenepoel ein weiterer Platzhirsch an die Seite gestellt. Auch auf die Zusammenarbeit mit dem Belgier freut sich Roglic. "Er hat gezeigt, dass er etwas Besonderes ist, und er hat viele Rennen gewonnen, also hoffe ich, dass er das nächste Jahr in unserem Team genauso machen kann."

Roglic: "Wird leicht sein, mit Remco zu fahren"

Sieht er angesichts dieser selbstlosen Antwort keine Unstimmigkeiten, was seine eigenen Ziele angeht? Das sei für den Slowenen kein Problem. "Das wird ganz einfach sein. Um ehrlich zu sein, es gibt viele Rennen, es geht nicht immer darum, wer was macht, sondern aus meiner Sicht eher darum, wie man das Rennen gewinnt oder wie man der Beste wird. Ich versuche immer, so zu denken. Zuerst müssen wir bereit sein, die Besten zu sein, und dann ist es mir egal, wer gewinnt."

Trotz der geringen Ausbeute 2025 ist Roglic nicht unzufrieden mit seinem Jahr. Er gewann die Katalonien-Rundfahrt und fuhr mit der Gesamtwertung dort und zwei Etappensiege alle Saisonsiege in Nordspanien ein. “Weiterhin mit den besten Fahrern der Welt mithalten zu können, ist ein gutes Gefühl für mich“, erklärte der 35-Jährige im Interview. Über die Pläne für das kommende Jahr wollte er sich noch nicht in die Karten schauen lassen, ließ aber durchblicken, dass er durchaus gerne ein weiteres Mal an der Tour de France teilnehmen würde – und ein fünfter Sieg bei der Vuelta – er wäre dann alleiniger Rekordhalter, würde ebenfalls weit oben auf seiner Wunschliste stehen. "Aber es ist klar, dass das eine große Herausforderung ist", stellte er fest.

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