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27.02.2026 | (rsn) - Obwohl die aktuelle Version des Canyon Aeroad erst im Oktober 2024 vorgestellt wurde, hat die Produktentwicklung in Koblenz erneut ein Update für das Aeroad in der Pipeline. Erneut wurde auch Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) als Testpilot für das neue Material auserkoren. Am Rad, das der Niederländer beim Recon des seines ersten Omloop Nieuwsblad (28. Feb. / 1. UWT) pilotierte, fiel ein Detail auf, das es vom bisherigen Modell unterscheidet und das auf ein kleines Update hindeutet.
Am bislang sehr glatten Übergang von Kettenstrebe zu Sitzstrebe ist nun die Aufnahme für ein UDH (Universal Derailleur Hanger) Schaltauge zu erkennen. Canyon übernimmt damit beim Aeroad den von SRAM etablierten Standard, der inzwischen bei den meisten neuen Rennrädern zum Einsatz kommt.
Das Schaltauge fungiert im Falle eines Sturzes als Sollbruchstelle zwischen Rahmen und Schaltwerk und schützt beide, indem es im Zweifel nachgibt. Anders als früher ist es nicht proprietär für jedes einzelne Modell, sondern markenübergreifend identisch. Jeder Rahmen mit UDH nutzt dasselbe Schaltauge.
Bis auf das Schaltauge lassen sich bisher keine Unterschiede zum aktuellen Modell ausmachen | Foto: Cor Vos
Für das 1-fach Setup von SRAM, wie es etwa Lidl - Trek in den Frühjahrsklassikern teilweise fährt, ist dieser Standard die Voraussetzung. Zum Einsatz kommen dabei Schaltwerke aus dem Gravelbereich. Diese lassen sich nur mit UDH Standard direkt und ohne separates Schaltauge am Rahmen montieren.
Mathias Vacek (Lidl - Trek) fuhr bei der Streckenbesichtigung mit einem Schaltwerk aus SRAMs Gravel Gruppe RED XPLR und nur einem Kettenblatt. | Foto: Cor Vos
Zwar ist van der Poels Team auf Shimano unterwegs, für Canyon, das das Rad auch mit SRAM verkaufen, ergibt es jedoch Sinn, dieser Entwicklung zu folgen. Am Rahmen selbst lassen sich aber vorerst keine offensichtlichen anderen Änderungen erkennen. Der 31-Jährige wurde bereits im November mit einem unveröffentlichten Canyon gesichtet, bei dem sich ein neuer Hinterbau und ein neuer Lenker erahnen ließen. Dabei dürfte es sich aber um ein anderes Modell, vielleicht ein Update des Ultimate, gehandelt haben.
Bei der Streckenbesichtigung mit Greg Van Avermarkt war van der Poel außerdem auch auf Prototypen von Shimano unterwegs. Schon im vergangenen Jahr fuhr der Niederländer unveröffentlichte Laufräder des japanischen Herstellers. In dieser Klassikersaison scheinen diese ebenfalls seine erste Wahl zu sein.
Auffällig ist dabei vor allem die Nabenkonstruktion mit einer unkonventionellen Speichenaufnahme. Zusätzlich sind an der Felge keine Speichennippel zu sehen, was auf eine interne Nippelaufnahme schließen lässt. Offizielle Details zu den Laufrädern gibt es bislang nicht. Bemerkenswert ist allerdings, dass dieses Material nun bereits seit über einem Jahr im Renneinsatz fährt, ohne dass ein Marktstart erfolgt ist.
Noch ohne Branding sind die Laufrad Prototypen von Shimano. | Foto: Cor Vos
Der Einsatz bei den Frühjahrsklassikern lässt allerdings erahnen, dass die Felgen ein breiteres Innenmaß besitzen als das aktuelle Dura Ace Modell von Shimano, das mit 21 Millimetern nach heutigen Maßstäben eher konservativ dimensioniert ist. Eine breitere Felge würde jedenfalls besser zu van der Poels Reifenwahl passen. Beim Streckencheck war er auf 30 Millimeter breiten Pirellis unterwegs.
Materialdebatten hin oder her ist Mathieu van gerichtet ist. Egal, welche Laufräder er fährt, wird er der Fahrer sein, den es zu schlagen gilt.