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03.06.2026 | (rsn) – Ein Massensturz im Finale der 3. Etappe der Tour de Wallonie (2.Pro) hat anderthalb Kilometer vor dem Ziel für großes Chaos gesorgt. Arne Marit (Red Bull – Bora – hansgrohe) war auf leicht ansteigendem Terrain im Finale des Tages im Positionskampf weit vorne im Feld gestürzt, nachdem Ben Swift (Netcompany Ineos) sein Vorderrad touchiert hatte. Nur eine Handvoll Fahrer entging dem Rennunfall und machte den Sieg unter sich aus. Vor allem Red Bull und Netcompany Ineos waren mit ihren Kandidaten fürs Finale davongekommen. Im Sprintfinale setzte sich dann Red-Bull-Profi Laurence Pithie vor Ineos-Allrounder Kim Heiduk durch. Dritter wurde Krists Neilands (NSN).
Durch die weiteren Bonussekunden, die Heiduk als Zweiter sammeln konnte, übernimmt der Deutsche die Gesamtführung der Tour de Wallonie. Er liegt nun drei Sekunden vor den beiden vormaligen Trägern des Trikots Ben Oliver (Modern Adventure) und Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe). Während Oliver zu den Gestürzten zählte, hatte es Meeus wie seine Teamkollegen Pithie, Danny van Poppel und Adrien Boichis am Sturz vorbeigeschafft. Auftaktsieger Meeus und van Poppel bereiteten dann den Sprint für ihren siegreichen neuseeländischen Teamkollegen vor.
“Ich bin superglücklich“, sagte Pithie, der vor allem aber auch in Superform ist. Nachdem der 23-Jährige in seinem ersten Jahr bei Red Bull überhaupt nicht gewinnen konnte, feierte er nun den vierten Sieg innerhalb von zwei Wochen. Im Siegerinterview setzte er fort: “Wir hatten wegen des Windes etwas mehr Chaos erwartet, aber letztendlich war er nicht stark genug, um das Feld aufzuteilen.“ Für das Chaos sorgte statt des Windes dann der Sturz. “Es ist direkt vor mir passiert. Danny und ich waren kurz davor, mitgerissen zu werden. Wir haben es gerade noch geschafft, nach links auszuweichen“, so Pithie.
Zwischen Habay und Vaux-sur-Sûre im äußersten Süden Belgiens waren 177 Kilometer zu absolvieren, die im Profil dem der ersten Tage ähnelten: Eine relativ flache Anfahrt auf einen durchaus welligen Rundkurs, der aber erneut nicht schwierig genug war, einen Massensprint zu verhindern.
Davon profitierte letztlich auch Heiduk. "Ich bin sehr glücklich, jetzt im Leadertrikot zu stecken", erklärte Heiduk im Flashinterview. "Aber es kommt auch überraschend. Wir wollten heute eigentlich die Etappe gewinnen und eigentlich für Sam (Welsford) fahren. Er wurde dann durch den Sturz aber aufgehalten. Dann haben wir uns schnell dafür entschieden, für mich zu fahren." Damit hat sich der 26-Jährige in eine gute Ausgangsposition manövriert, denn er verriet auch: "Wir sind hier, um mit Axel Laurance oder mir auf den Gesamtsieg zu fahren. Wir haben zwei gute Karten, die wir damit spielen können. Morgen wird es einen ersten Test geben."
Das Profil der 3. Etappe der Tour de Wallonie | Foto: Veranstalter
Ähnlich wie tags zuvor besetzte Jayco - AlUla als einziges WorldTeam die frühe Ausreißergruppe des Tages. Dieses Mal war es der Italienische Meister Filippo Conca, der gemeinsam mit fünf weiteren Fahrern unterwegs war. Die Rennsituation blieb dabei lange konstant. Auf die letzten 30 Kilometer auf dem finalen Rundkurs nahm die Gruppe zwei Minuten Vorsprung auf das Feld mit.
Red Bull, NSN und Ineos zogen das Tempo dann aber gewaltig an. Als die Einholung der Ausreißer elf Kilometer vor dem Ziel kurz bevorstand, waren dann aber Alpecin und Modern Adventure in der Führung. Weil keiner Anstalten machte, einen solchen zu verhindern, lief alles auf einen erneuten Massensprint hinaus. Der Sturz knapp anderthalb Kilometer vor dem Ziel änderte das aber. Alle Gestürzten und Aufgehaltenen wurden später mit der gleichen Zeit wie der Sieger gewertet.
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