Wieder bester deutscher Sprinter

Kanter hofft auf weitere Chancen: “Frage ist, was andere Teams planen“

Von Paul Grosch

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Max Kanter war in Chalon-sur-Saone wieder bester Deutscher. | Foto: Cor Vos

16.07.2026  |  (rsn) – Auch auf der 12. Etappe der Tour de France 2026 schaffte es Max Kanter (XDS – Astana) als Siebter in die Top Ten einer Sprintankunft. Bei drei von fünf Massensprints war der Cottbuser der beste Deutsche. Im Kampf um das Grüne Trikot schwimmen seine Felle jedoch langsam dahin. Trotzdem möchte er die schweren Etappen der Schlusswoche auf sich nehmen, um in Paris einzufahren.

Im Gegensatz zum Vortag war Kanter in Chalon-sur-Saône besser positioniert, wenn auch nicht ideal. “Wir waren eigentlich ganz gut dabei, vielleicht ein Ticken zu früh. Aber lieber zu früh als zu spät“, erklärte der Deutsche gegenüber der ARD. “Auf dem letzten Kilometer haben wir uns dann ein bisschen zu sehr sacken lassen und dadurch ein paar Positionen verloren.“ Wie am Vortag führte die Zielgerade leicht nach rechts.

“Ich hatte dann einen relativ langen Weg. Dieser Weg wurde noch länger, je mehr Leute von rechts gekommen sind“, sagte Kanter gegenüber dem ZDF. Vom Massensturz im Finale bekam der 28-Jährige wenig mit. “Es war rechts hinter mir. Ich habe es nicht genau mitbekommen“, schilderte Kanter gegenüber RSN. “Ich glaube, da war eine Welle und dann haben sich einige irgendwo verhakt, aber nicht bei mir. Ich habe am Hinterrad nichts gespürt.“

Laut Kanter war an dem Crash jedoch nicht unbedingt die Streckenführung schuld. “Es war relativ breit. Aber dass die Barrieren auf der rechten Seite ein bisschen in die Straße hineinragten, hätte man vielleicht ein bisschen besser lösen können“, urteilte Kanter. “Da wurde es ein bisschen enger. Aber es war noch im Rahmen.“ Es war der erste richtige Massensturz in einem Sprintfinale bei der diesjährigen Tour de France. Daran wird sich wohl auch nicht allzu viel ändern. Viele Chancen werden die schnellen Männer nicht mehr bekommen.

Das sieht auch Kanter ähnlich. “Die 17. Etappe könnte noch einmal ein Sprint sein. Aber da ist immer die Frage, was die anderen Teams da planen“, sagte er gegenüber radsport-news. “Wir müssen einfach schauen, dass wir da vielleicht ein paar Teams finden, die zusammenarbeiten wollen, damit es zu einem Sprint kommt.“ Kanters Ziel liegt jedenfalls noch ein bisschen später.

“Paris ist definitiv das Ziel. Wir schauen mal, was bis dahin passiert“, so der Deutsche mit Blick auf die schwere letzte Woche. Ans vorzeitige Aufhören ist bei ihm also nicht zu denken. Auch wenn Kanters Aussichten auf das Grüne Trikot in den letzten Tagen deutlich getrübt wurden. In der Punktewertung liegt der Cottbuser jetzt 118 Punkte hinter dem Führenden Mads Pedersen (Lidl - Trek).

Kanters Fokus liegt jedoch zunächst am Streckenrand. “Ich freue mich darauf“, sagte er mit Blick auf die zwei Vogesen-Etappen am Freitag und Samstag. Näher kommt die Tour an Deutschland in diesem Jahr nicht. “Die Zuschauer machen die Atmosphäre bei der Tour de France besonders“, sagte er gegenüber RSN. “Also kommt zum Rennen, kommt an die Strecke und genießt es!“

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