Profi-Radsport

Simeoni trägt bei Vuelta Rad ins Ziel - Zabel Punktbester

27.09.2001 -

Cuenca (dpa) - Telekom-Sprintstar Erik Zabel hat mit einer ganz neuen Taktik seinen vierten Etappensieg bei der 56. Spanien- Radrundfahrt verfehlt. Der 31 Jahre alte Berliner hielt sich auf dem 18. Tagesabschnitt der Vuelta lange Zeit in einer größeren Spitzengruppe vor dem Feld auf, konnte jedoch am letzten Anstieg nicht mehr ganz mithalten und wurde vom Peloton eingeholt.

Mit den letzten Kraftreserven versuchte Filippo Simeoni sein Heil in der Flucht und kam nach 10 Kilometer langer Alleinfahrt in 3:07:32 Stunden 25 Sekunden vor den Verfolgern in Ziel der 154 Kilometer langen Etappe. Durch sein Ausreißer-Novum sicherte sich Erik Zabel aber unterwegs drei Sprint-Wertungen und mit dem 9. Platz im Ziel weitere Zähler für jene Sonderwertung. Damit schlüpft der in Unna lebende Berliner wieder in das rot-weiße Trikot für den punktbesten Fahrer. Im Gold-Trikot des Gesamtführenden bleibt der Spanier Oscar Sevilla.

Neben Zabel sorgte auch Etappensieger Simeoni für ein Novum der Vuelta. Der 30-Jährige stieg vor dem Ziel ab und trug sein Rad unter dem Beifall der Zuschauer über die Linie. Pech hatte dagegen ein anderer Ausreißer: Der Spanier Santiago Blanco stürzte allein vor dem Feld liegend etwa 12 km vor dem Ziel, wurde von einer Verfolgergruppe eingeholt und stürzte erneut.

Bis zum Finale der 56. Spanien-Rundfahrt in Madrid liegen jetzt noch drei Etappen mit insgesamt 382 Kilometern vor den verbliebenen 145 Fahrern. Abgeschlossen wird die Vuelta in der iberischen Hauptstadt mit einem Einzelfahren. Erst dann wird auch die Entscheidung fallen, ob der am Samstag seinen 25. Geburtstag feiernde spanischen Shooting-Star Oscar Sevilla das Gold-Trikot des Gesamtführenden bis zum Schluss behält.

Live-Ticker