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"Man muss sich für Erfolg im Radsport nicht schämen."
(Deutschland Tour-Gewinner Linus Gerdemann)
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10.04.2002 -
Wevelgem (dpa) - 17 Tage nach seinem Sieg in San Remo gelang Mario Cipollini ein weiterer hochkarätiger Erfolg. Der 35-jährige Weltcup-Spitzenreiter aus der Toskana gewann zum dritten Mal nach 1992 und 1993 den belgischen Rad-Klassiker Gent-Wevelgem.
32 km vor dem Ziel des 207 km langen Rennen hatte der Weltranglisten-Spitzenreiter Erik Zabel (Unna) den Anschluss an eine fünfköpfige Spitzengruppe verpasst, die den Sieg unter sich ausmachte. Cipollini rang im Schluss-Spurt in Wevelgem Fred Rodriguez und Vorjahressieger George Hincapie (beide USA) nieder. Zabel wurde Achter und sammelte weitere wertvolle Punkte für die Weltrangliste.
Im Gegensatz zu den meisten Gent-Wevelgem-Teilnehmern geht Cipollini beim 100. Paris-Roubaix nicht an den Start. Mit seinem dritten Sieg in Wevelgem schaffte der exzentrische Italiener, der noch nie ein so starkes Frühjahr wie 2002 erlebte, den Sprung in den Kreis der Rekordhalter Rik van Looy und Eddy Merckx (beide Belgien), die das Rennen in Belgien jeweils drei Mal gewonnen haben.
Eine Vorentscheidung auf dm Weg nach Wevelgem war schon nach 120 km gefallen, als sich eine 21-köpfige Spritzengruppe abgesetzt hatte. In ihr fuhren neben Zabel und Cipollini weitere Top-Sprinter, und Vorjahres-Sieger Hincapie. Zabel hatte direkte Unterstützung von seinem Teamkollegen Andreas Klier (München). Steffen Wesemann (Wolmirstedt) fuhr dahinter in einer ersten Verfolgergruppe, die bei stürmischen Winden 35 km vor dem Ziel ihre ernsthaften Versuche, noch nach vorne zu kommen, einstellte.
Kurz danach attackierten aus der Spitzengruppe Hincapie und weitere Fahrer, dann als Solist auch Cipollini mit einem mutigen Angriff. Zabel und Klier konnten nicht folgen und schieden damit 32 km vor dem Ziel schon aus dem Kreis der fünf Sieg-Kandidaten aus.
Das seit 1945 gefahrene Rennen zwischen Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix konnte noch nie ein deutscher Profi gewinnen. Im Vorjahr war Wesemann Dritter geworden, vor zwei Jahren hatte ein galoppierendes Pony Zabel um eventuelle Siegchancen gebracht.
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