Profi-Radsport

Einigung mit Rennorganisatoren

Voigt vertritt die Fahrer im Weltverband UCI

10.06.2005 - (sid) - Vertrauensbeweis für Jens Voigt: Der Berliner ist am Freitag im Rahmen einer Management-Komiteesitzung des Radsport-Weltverbandes UCI als neuer Vertreter der Fahrervereinigung CPA im Vorstand der neu gegründeten UCI-ProTour UPTC vorgestellt worden. Der 33 Jahre alte Profi vom dänischen CSC-Rennstall vertritt neben CPA-Präsident Francesco Moser (Italien) die Interessen der Fahrer.

Die UCI wird in dem neuen UPTC-Gremium durch den fünfmaligen Tour-de-France-Sieger Miguel Indurain (Spanien) sowie den für die Rennorganisation zuständigen Franzosen Charly Mottet vertreten. UPTC-Präsident Vittorio Adorni betonte, dass während der zweitägigen Veranstaltung im niederländischen Den Haag mit den Vertretern der drei großen Saisonrennen eine Einigung erzielt wurde.

Ehrung für Pro-Tour-Mitbegründer Verbruggen

Die der ProTour bislang skeptisch gegenüberstehenden Organisatoren des Giro d´Italia, der Tour de France und der Vuelta hätten der neuen Rennserie volle Unterstützung zugesagt. Als Mitbegründer der ProTour wurde UCI-Präsident Hein Verbruggen geehrt. Der im Herbst aus seinem Amt scheidende Holländer erhielt von der niederländischen Sportministerin Clemence Ross-van Dorp die Auszeichnung eines "Offiziers im Orden von Oranje Nassau".

Bahnrad macht Platz für BMX

Beschlossen wurde auf der Komitee-Sitzung die Streichung des 1000-m-Zeitfahren der Herren und das 500-m-Damenrennen aus dem Olympischen Bahnrad-Programm für die Sommerspiele 2008 in Peking. Beide Wettkämpfe müssen den BMX-Rennen für Herren und Damen weichen, die in China erstmals olympisch sind. Die Zeitfahr-Konkurrenzen bleiben aber Bestandteil der WM-Titelkämpfe.

Geändert wurde das Reglement für Sprintrennen bei offiziellen Titelkämpfen. Künftig können im Achtelfinale ausgeschiedene Akteure über Hoffnungsläufe doch noch den Viertelfinaleinzug schaffen.