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"Ich schaue nicht zurück im Zorn. Es war alles in Ordnung."
(Erik Zabel nach dem Münsterland-Giro, seinem letzten Straßenrennen in Deutschland)
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06.07.2005 - (sid/Ra) - Robbie McEwen hat Tom Boonens "Hattrick" bei der 92. Tour de France verhindert. Nach zwei Niederlagen gegen den neuen belgischen Sprintstar sicherte sich der Australier den Sieg auf der fünften Etappe und damit seinen ersten Tageserfolg bei der diesjährigen "Großen Schleife". Nach 183km zwischen Chambord und Montargis kämpfte der 33-Jährige seinen neun Jahre jüngeren Rivalen auf der Zielgeraden nieder und holte sich den sechsten Etappensieg seiner Karriere bei der Frankreich-Rundfahrt.
Ullrich und Armstrong im Hauptfeld
Dritter wurde der Norweger Thor Hushovd, während Gerolsteiner-Fahrer Robert Förster als Zehnter mit dem Ausgang des Massensprints nicht zu tun hatte. "Das war eine Harakiri-Anfahrt. Nicht unser Tag", sagte Förster, der vor CSC-Profi Jens Voigt Zehnter wurde. Im Hauptfeld kamen Jan Ullrich und Lance Armstrong ins Ziel.
"Das war wieder ein schwerer Tag. Die Helfer mussten viel arbeiten. Es wurde wieder sehr schnell gefahren, dabei sind wir gut durchgekomemn. Aber wir müssen immer vorne fahren, um die Übersicht zu behalten. Das wird morgen nicht anders", sagte Ullrich.
Ex-Spitzenreiter Zabriskie, der sich bei seinem Sturz Hautabschürfungen und Prellungen im linken Knie-, Hüft- und Rippenbereich zugezogen hatte, konnte das Rennen am Mittwoch fortsetzen. "Wir werden Dave ein paar Tage in Ruhe lassen, es hat ihn wirklich übel mitgenommen", sagte Zabriskies CSC-Teamkollege Jens Voigt: "Er muss jetzt ein paar Tage Kräfte sparen, dann wird er auch wieder angreifen können."
Basso und Guerini gestürzt
Das Sturzpech blieb dem dänischen Rennstall allerdings auch auf dem vierten Teilstück treu. Bei einem Crash mehrerer Fahrer zur Hälfte der Flachetappe erwischte es auch CSC-Teamkapitän Ivan Basso. Doch der Italiener kam ebenso glimpflich davon wie sein Landsmann Giuseppe Guerini vom T-Mobile Team, der ebenfalls in den Sturz verwickelt war. "Wieder eine sehr schnelle Fahrt, bei der man keine Minute unaufmerksam sein darf. Das hat der Sturz von Giuseppe Guerini gezeigt", sagte T-Mobile-Sportdirektor Mario Kummer.
An der Spitze des Rennens bestimmte derweil eine vierköpfige Ausreißergruppe das Geschehen. Im Gesamtklassement bestplatzierter Fahrer des Quartetts war der Ungar Laszlo Bodrogi (Credit Agricole), der angesichts von bis zu fünf Minuten Vorsprung auf Armstrong und Co. zwischenzeitlich "virtuell" im Gelbe Trikot fuhr. Durch die konsequente Verfolgungsarbeit der Sprinter-Teams war das Unternehmen Etappensieg für die vier jedoch nach insgesamt 150km Flucht 10km vor dem Ziel beendet.
Eine neue Chance für Ausreißer bietet sich schon am Donnerstag auf der 199km langen sechsten Etappe von Troyes nach Nancy. Auf der welligen Strecke mit vier leichten Bergwertungen (vierte Kategorie) bieten sich bis zum Schluss immer wieder Gelegenheiten zum Angriff.
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