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19.09.2006 - (Ra) - Die ersten Fangruppen aus Deutschland und den Niederlanden haben in Salzburg schon ihre Zelte aufgeschlagen. Sie sind gekommen, um ihre Lieblinge bei der am Mittwoch beginnenden WM anzufeuern. Die großen Radsportnationen wie Italien, Spanien, Frankreich, Belgien oder eben Deutschland und die Niederlande haben Ihre besten Fahrer in die Mozartstadt entsandt. Stars wie Tom Boonen, Paolo Bettini, Erik Zabel, Alejandro Valverde, Alexander Winokurow oder Michael Rogers werden im Mittelpunkt des (Medien)-Interesses stehen. Ihren besonderen Flair aber erhalten auch diese Titelkämpfe erst durch die Teilnahme sogenannte „Exoten“.
Viele dieser eher untypischen Radsportländer treten aber durchaus mit Ambitionen an: Südafrika etwa stellt sechs Fahrer beim Profi-Straßenrennen, genauso viele wie Kolumbien und Brasilien. Wobei ein Brasilianer gar nicht mehr als Exote durchgeht: Der Sprinter Murilo Fischer fährt für das italienische Team Naturino-Sapore di Mare und wurde im letzten Jahr bei der WM in Madrid Fünfter im Straßenrennen der Profis. Kein Zweifel am Exotenstatus kommt dagegen bei den drei Fahrern aus Burkina Faso auf. Genauso viele Starter haben Japan und Neuseeland gemeldet. Kuba und Costa Rica entsenden jeweils einen Starter. Der iranische Radsportverband könnte ebenso wie Kolumbien und Brasilien sechs Starter nach Salzburg schicken.
Dazu kommen die Länder, die statt Radsportler lieber Delegierte zum offiziellen UCI-Kongress schicken, der am Freitag im Salzburg Congress stattfindet: Guinea, Indien, Equador, Sierra Leone oder Tunesien. Im Rahmen dieser Hauptversammlungen des Weltradsportverbandes dürfen die Exoten über Neuerungen im Reglement oder über Budgetfragen mit entscheiden. Ihre Erfolgsaussichten am Grünen Tisch sind auch größer als auf den WM-Strecken.
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