Profi-Radsport

Wegen Sportbetrug

Römische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Basso

09.05.2007 - (sid) - Wegen "Sportbetrug" hat die römische Staatsanwaltschaft am Mittwoch die Ermittlung gegen die Radprofis Ivan Basso und Michele Scarponi eingeleitet.

Giro-Sieger Basso hatte am Montag vor den Ermittlern des Olympia-Komitees CONI "geplantes Doping" zugegeben; am Dienstag gestand auch Scarponi seine Verbindung zum Madrider Arzt Eufemiano Fuentes.

Basso und Scarponi könnten bereit in den nächsten Tagen vernommen werden, wenn die CONI-Unterlagen bei Staatsanwalt Paolo Ferraro eingegangen sind. Beiden Fahrern drohen wegen Verstoßes gegen das im Jahr 2000 in Kraft getretene Antidoping-Gesetz zwischen drei Monaten und drei Jahren Haft sowie hohe Geldbußen. Allerdings hat bislang noch nie ein Sportler eine Gefängnisstrafe absitzen müssen.

Gegen Basso ermittelt bereits die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Bergamo wegen mutmaßlichen Verkaufs verbotener Substanzen an Fitness-Zentren. In die Affäre ist auch Bassos Schwester Elisa verwickelt.